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heiternde, die Lebenskraft vermehrende und die Geistesfähigkeiten hebende Wirkung zuge-schrieben. Man braucht sie in Theeform bei Nervenkrankheiten, Bleichsucht, Verhaltung desMonatsflusses, bei Lähmungen, Herzklopfen u. s. w. Auch der sonst als Universalmedicinberühmte und neuerlichst wieder zum Vorschein gebrachte Carmelitergeist ist fast nur einMelissengeist.
Erklärung der Kupfertafcl 143. Der obere Theil der blühenden Pflanze in nat. Gr.: a) ein Deck-blatt, b) eine Blume. c) die Blumenkrone längs aufgeschnitten, d) der Stempel, alles vergr.,e) der Kelch, f) die Achünien, beides in nat. Gr., g) ein Achänium vergr., h) dasselbe auecr undi) längs durchschnitten.
Rubus fruticosus.
Syst. sex. Ieosandria Polygynia. — Syst. nat. Rosaceae Juss. Scct: Polenüllcae.
Char. gen. Kelch 5-spallig: Krone 5-blättrig: Staubgefäfse sehr viele kelchstän-dig; Stempel sehr viele, auf einem kegelförmigen trocknen Fruchthoden stehend, jeder zueiner einsaamigen saftigen Beere werdend, welche sich zu einer zusammengesetzten Beere ver-
einigen.
Cliar. speciei: Stengel 5-eckig, leicht filzig, mit zurückgekrümmten Stacheln besetzt;Blätter 5-zählig, 3-zählig und einfach, oben kahl, unten weiis-filzig; Kelch zurückgebogen,leicht-filzig*, Kronenblätter umgekehrt-eiförmig, ganz.
Synonyme: Kubus fruticosus Linne und der meisten Schriftsteller. — Deutsche:Brombeerstrauch.
Vaterland': In einem grofsen Theile von Europa, besonders des mittlem, findet sichdieser Strauch an Hecken und als Unterholz in lichten Wäldern besonders an Abhängen derBerge. Blüht im Sommer.
Beschreibung: Aus der holzigen Wurzel erheben sich jährlich neue Stengel, welchesich mit der Spitze in einem Bogen zur Erde senken, nicht selten auch wohl Wurzel schla-gen und im nächsten Sommer, oft theilweise von Frost getödtet, aufrecht stehende Blüthen-zweige treiben. An dem unfruchtbaren Stengel die mehr-getheilten Blätter, die stärkern Sta-cheln und deutlichem Ecken. Blätter lang, gestielt, Blattstiel stachlig, an der Basis mitzwei lanzettiich-linealisclien INebenblättchen. Einzelne Blättchen gestielt, eiförmig, zugespitzt,doppelt gesägt, das mittlere am gröfsten, die Paare ihm zur Seite abnehmend kleiner, alleoben grün unten weifs-filzig mit stachliger Miltehippe; Blumen in mehr oder weniger rei-chen, aus unvollständig entwickelten Trugdolden zusammengesetzten, deckblättrigen, an ihrenVerzweigungen etwas stachligen, endständigen Rispen; Deckblatt eben linealisch oder lan-zettlich-linealisch spitz, zuweilen 3-spaltig oder dreizähnig; Kelchzipfel eiförmig, spitz-zu-gespitzt, zurückgeschlagen, unbewehrt, Blumenblätter weifs oder rosenroth; Früchteschwarzglänzend.
Off. Baccae Rubi fruticosi. — Praep. Syrupus Rubi fruticosi. — Die frischen Früchte,die Brombeeren, aufsen glänzend-schwarz, innen mit dunkel purpurnem sauerlich-sülsem Safte,werden zur Bereitung eines Syrups genommen, welcher an die Stelle des Maulbeersyrups anden Orten genommen werden soll, wo diese nicht reif werden oder reif geworden sind, sielösen sich bei vollkommener Reife zusammenhängend von ihrem Fruchtboden ab.
Verwechslungen: Bei der grofsen Menge von Rubus-Arten, welche durch die Be-mühungen neuerer Botaniker aufgestellt, zum Theil aber kaum als Varietäten Anerkennung
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