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achselständigen, einzelnen, gestielten, wenigblumigen Doldentrauben oder Tranben, die unternmännlich, länger gestielt, ungefähr von der Länge des Blatts, die obern weiblich, kürzer;Blumenkrone schmutzig blassgelb, mit grünen Adern; Männl. Bl., Kelch glockenförmig,mit 5 spitzen, zurückgekrümmten Zähnen, welche kürzer als die Blumenkrone sind; Staub-gefässe drei, mit kahlen Staubfäden, von denen 2 zweispaltig sind und "2 auf- und nieder-gebogene, randständisje Staubbeutel tragen, der dritte aber einfach mit einem Staubbeutel;im Grunde des Kelchs eine stumpf-dreieckige Drüse; Weibl. Bl, Kelch glockig, fünf-zähnig, oberständig, gestielt, abfallend, mit spitzen ausgebreitet -zurückgekrümmten Zipfeln vonder Länge der Blumenblätter; Fruchtknoten kugelig, 3fächrig, jedes Fach 2eyig; Grif-fel dreispaltig mit zweitheiliger Narbe, mit lanzettlichen Zipfeln; Frucht ungefähr 4— 5 L.im Durchmesser haltend, erst grün dann schwarz, einfächrig, saftig, 4—6 schwarze Samenenthaltend.
Off. Radix Brvoniae. — Die im Herbst gesammelte Wurzel wird in die Quere inStücke geschnitten und getrocknet, es sind dann scheibenförmige gclblich-weisse Stücke,svelchc auf der Fläche nach aussen liegende Ringe zeigen, im Mittelpunkt gedrängte Holzbün-del, sie sind von ekelhaft bitterm Geschmack.
Chemische Beschaffenheit: Vaucquelin fand in der Zaunrübenwurzel: einen eignenBitterstoff (Bryonin), wenig Zucker, viel Gummi, Stärkemehl, Holzfaser, eiweissartige Sub-stanz und Salze. Dulong fand wenig grünes Fett, eine geringe Menge Harz, einen eigen-thümlichen bittern Evtractivstoff (Bryonin), welchem die Wurzel ihre drastische Eigenschaftverdankt, sehr viel Stärkemehl, Eiweiss, Gummi und Salze. Auch Brandes und Firnhaberhaben früher als Dulong eine ähnliche Resultate liefernde Analyse unternommen.
Nutzen: Diese frisch stark drastisch wirkende und Erbrechen, Leibweh und Durch-fall hervorrufende, auch äusserlich angewandt abführende und Blasen ziehende Wurzel wirddurch das Trocknen und Alter aber milder und unsicherer, so dass ihr Gebrauch abgenom-men b.at Man empfahl theils den frischen Saft mit Milch, theils das aus ihr gewonneneSatzmehl, theils sie selbst gegen Epilepsie, Wassersucht, Unterleibsstockungen, und in klei-nen Dosen bei der Ruhr, theils als abführendes, theils als Brechen erregendes MifteL
Erklärung der Kupfcrtafel 138. Der obere Tlicil der blühenden Pflanze und die TFurzel in nat. Gr.,a) eine männl. Bl.. b) dieselbe aufgeschnitten und c) Staubgefäss aus derselben vergr., d) dieweibl. Bl. in nat. Gr., e) dieselbe ohne die Krone, f) die Narbe, beides rergr., g) Fruchttraubein nat. Gr., h) eine Frucht queer durchschnitten ebenso, i) ein Saamcn ganz und k) längs durch-schnitten vergr.
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Bryonia dioiea.
Syst. sex. Monoecia Monadelphia. — Syst. nat. Cucurbitaceae Juss.
Char. gen. S. b. Bryonia alba.
Char. speciei: Stengel kletternd; Blätter herzförmig, ßlappig, gezähnt, schwielig-rauh, zugespitzt; Blumen zweihäusig in Doldentrauben; Staubfäden unten feinhaarig; Kel-che der weiblichen kürzer als ihre Krone; Frucht roth.
Synonyme: Bryonia dioiea L. und aller Schriftsteller. — Deutsche: s. Br. alba.Vaterland: An Zäunen, Hecken oder in Gesträuchen im südlichen Deutschlande undnngränzenden Ländern häulig, in dem nördlichen allmählig seltner werdend, doch bis nachPreussen hinein gefunden. Blüht im Sommer.