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2 (1833)
Entstehung
Seite
44
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Blättern höchst ähnlich, nach oben kleiner, schmaler, ganzrandig, gewimpert und selbst weich-haarig werden; Oberlippe des Kelches flach, kreisrund, kürzer als die mit 4 spitzen Zipfelnversehene untere; Krone weiss; Oberlippe mit 4 kurzen stumpfen Lappen, kürzer als dieuntere spateiförmige sägezähnige. Das eine Paar der Staubfäden unten gekrümmt und daselbstmit einem nach unten gerichteten bärtigen Fortsatz versehen. Die Achaenen umgekehrteiförmig, braun.

Off. llerba Basilici. Das Kraut, ehe es blüht, im Juni gesammelt und sehr sorg-fältig getrocknet und aufbewahrt, von eigentbümlich angenehmem, aber starkem, flüchtig ge-würzhaftem Geruch und eben so eigenthündichem, kühlend - gewürzhaftem, etwas salzigemGeschmack.

Chemische Beschaffenheit: Die Wirksamkeit des Basilienkrauts beruht höchst wahr-scheinlich, wie bei allen Labiaten, auf einem aetherischen Oel. Eine Analyse des Gewächsesfehlt noch.

Nutzen: Man benutzt wohl dieses Gewächs als Gewürz an Speisen; weniger in derMedicin wie andere ähnliche Mittel, zum Tbeil in Pulverform als Zusatz zu Niesemitteln.Früher wurde auch das daraus gewonnene ätherische Oel in Nervenleiden empfohlen.

Erklärung der Kupfcrlafcl 137. Der obere Theil der blühenden Pflanze von der Slmmnform, a) der

Kelch rergr., b) die Krone aufgeschlitzt vergr., c) der Stempel vergr., d) ein unreifes Achuc-

uiuni, e) dasselbe vergr., f) ein reifes ganz und g) längs durchschnitlcn, beide vergr.

Bryonia alba.

Syst. sex. Mondecia Monadelpliia. Syst. nat. Cucurbitaceac Juss.

Char. gen. Blumen ein- oder zweihäusig; Kelch ozähnig; Blumenblätter 5, amGrunde kaum verbunden; Männl. Bl.: Staubgefässe 3, unten mit einander verwachsenmit gebogenen Staubbeuteln; Weibl. BL: Griffel 3spaltig; Beere fast kugelig, wenig-saamig; Saame eiförmig, kaum zusammengedrückt, mehr oder weniger gerandet.

Char speciei: Stengel kletternd; Blätter herzförmig, 5 lappig, gezähnt, schwielig-

funetirt und scharf, spitzig; Blumen einhäusig, in Doldentraüben; Staubfäden kalil;'rucht schwarz.

Synonyme: Bryonia alba L. und aller Schriftsteller. Deutsche: weisse oderschwarzbeerige Zaunrübe, Gichtrübe, Ilundsrübe, Tollrübe, Speisewurz, Stickwurzel, Boss-,Sau-, Schwarzwurz, weisser Wiederthon und Enzian, llundskürbis u. s. w.

Vaterland: An Zäunen, Hecken und in Gesträuchen von Russland und Taurien bisnach Spanien hinein und von Schweden bis zur Alpenkette, in der Schweiz und in Englandfehlend. Blüht im Sommer.

Beschreibung: Wurzel dick, fleischig, rübenförmig, zuweilen mit einem oder demanderm Aste, durch hervorragende, dicht-gleichlaufende Queerstreifen fast ununterbrochen-ge-ringeil, mit zerstreuten, halb-kugelrunden Höckern besetzt, aussen hell-graulich-gelb, innenweiss; Stengel mehrere aus einer Wurzel, ästig, kletternd, vvickelrankig, gefurcht, kahl undglatt, oder hier und da von erhabenen Punkten etwas scharf; Blätter wechselnd, gestielt,am Grunde breit herzförmig ausgeschnitten, 57lappig, der Mittellappen etwas grösser undspitzer als die seitlichen, alle etwas ausgebuchtet, gezähnt, fussnervig, auf beiden Seiten durchbreit conische, ganz kurze, weisse, erhabene Punkte scharf; Blattstiele kürzer als das Blatt,etwas scharf; Wickelranken neben dem Blattstiel, einfach, einzeln; Blumen einhäusig in