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2 (1833)
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mit Salpetersäure vermischt eine rothe Farbe an, welche von einem fremden beigemischtenBestancüheile herrührt. Das Strychnin ist nach Pelletier und Dumas zusammengesetzt aus78,22 Kohlenstoff; 6,54 Wasserstoff; 8,92 Stickstoff untl 6,38 Sauerstoff.

Nutzen: Die Krähenaugen sind ein heftiges Gift für den thierischen Organismus, siebringen Zusammenziehungen iu den Muskeln hervor, welche vom Rückenmark Nerven erhal-ten, und bringen dadurch, dass sie das Athmen hemmen, Erstickungen hervor. In slarkermGrade wirkt das Stryclmin, und noch mehr dessen im Körper leichter auflösliche Salze, magman sie unmittelbar in das Blut oder in den Magen und Darmkanal einbringen. In kleinenGaben hat man dies Mittel mit Nutzen bei einigen hartnäckigen Krankheiten angewendet,bei Lähmungen, besonders der untern Extremitäten, Epilepsie und Catalepsie. Auch gegendie Pest, gegen Wechselfieber, Würmer, Stockungen im Unterleibe, Bleikolik, Brustkrampf,Keuchhusten und Ruhr ist dies Mittel empfohlen worden.

Erklärung der Kupfcrtafel 136. Ein hWicndcr Zweig des Baumes in nat. Gr., a) die vergrößerte

und längs aufgeschnittene Blumenkrone , b) das PisHll mit dem Kelche vergr., c) die Frucht

c/uecr durchschnitten in nat. Gr., d) ein Saume, -c) derselbe durchschnitten und f) der Embryo

daraus; alles in nat. Gr.

Ocimum Basilicum.

Syst. se.v. Didynamia Gymnospcrmia. Syst. nat. Labialae Auct, sect Ocimoidcae.

Char. gen. Kelch zweilippig; Oberlippe ganz, Unterlippe vierspaltig; Blu-menkrone rachenförmig, 2lippig; Oberlippe 4theilig, Unterlippe ganz; Staubgefässe4 herabgebogen, wovon 2 länger und 2 nach dem Grunde hin mit einem Fortsatz; Staub-beutel 2fächrig; Griffel herabgebogen mit 2spaltiger Narbe; Frucht vier Achaenen.

Char. speciei: Jahrig; Aeste schwach weichhaarig; Blätter eiförmig, kahl, meistgesägt; Kelch gewimpert, viel kürzer als die Hüllblätter und die Blumenkronen.

Abänderungen: Von dieser häufig kultivirten Pflanze giebt es mehrere Abänderungenmit ganz kleinen fast ganzrandigen Blättern, mit breiten und gefleckten Blättern, mit breitenblasig aufgetriebenen und mit sägeartig zerschlitzten Blättern; ausserdem aber in Absicht desGeruchs, der bald mehr Citronen- ähnlich, bald Nelken -ähnlich, bald Anis-ähnlich abändert

Synonyme: Ocymuni Basilicum L. u. aller Autoren. Deutsche: Basilikum, Ba-silien, Brunsilge u. s. w.

Vaterland: Diese häufig bei uns als ein Sommergewächs, doch meist nur in Töpfenoder in Mistbeeten kultivirte Pflanze stammt aus dem südlichen Asien, wo sie ebenfalls ge-baut wird. Blüht bei uns im Juli und August.

Beschreibung: Aus der einjährigen, senkrecht herabsteigenden, mit vielen ausgebreitetabstehenden Wurzelfasern versehenen, bräunlichen Pfahlwurzel erhebt sich ein ^2 Fusshoher, aufrechter, vierseitiger, kahler, häufig schon von der Basis an ästiger und so einenBusch bildender Stengel; die Aeste kürzer als der Stengel; Blätter gegenständig, lang ge-stielt, eiförmig, spitzig, nach unten verschmälert und ganzrandig, nach oben hin häufig mitSägezähnen, übrigens kahl auf beiden Flächen, in den verschiedenen Abänderungen von sehrverschiedener Grösse, unten blasser, grün oder braunroth oder mit braunrothem Fleck, dannauch gewöhnlich der obere Theil des Stengels, die Hüllblätter und Kelche wenigstens theil-weise von gleicher Färbung; Blumen am obern Theil des Stengels und der Aeste in fal-schen Quirlen, gewöhnlich je 3 gestielt in der Achsel eines Hüllblatts, deren unterste den

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