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Strychnos nux vomica.
Syst. sex. Pentandria Monogyuia. — Syst. nat. Apocyncae R. Br. Strychncae D. C.
pcnlage
Char. gen.: Kelch 5the'dig; Blumenkrone trichterig; Samen 5theüig; Knos-klappig; Staubgefäfse 5, schlundständig; Fruchtknoten 2fächrig, vielsamig;Griffel "einfach mit verdickter Narbe; Frucht saftige Beere mit fester trockner äussererSchale; Samen schildförmig am mittelständigen Samenträger, umgeben von gallertartigemMark; Embryo mit blatlartigen Samenblättern in hornartigem Eiweiss, mit den AYürzelchengegen die verschwundenen Samenträger gerichtet.
Char. specici: Blätter gegenüberstehend, 3—Snervig, oval, glänzend; Beerenmehrsamig.
Synonyme: Strychnos nux vomicasL. und aller Autoren. — Deutsche: Brechnuss-oder Krähenamrenbaum.
Vaterland: Häufig auf der ganzen Küste Koromandel in Ostindien. Blüht in derkalten Jahreszeit.
Besehreibung: Mittelmässiger Baum; Stamm kin-z, oft krumm, aber ziemlich dick;Zweige unregelmässig, bedeckt mit glatter aschgrauer Rinde; junge Schösse glänzend-glatt,tief-grün; Holz weiss, hart, dichtkürnig, sehr bitter; Blätter gegenüber stehend, kurz ge-stielt, oval, glänzend, kahl auf beiden Seiten, ganzrandig, 3 — 5nervig oder vielmehr dazwischenund 3fach bis 5fach nervig, 1| —4 Z. lang, l — 3 Z. breit; Nebenblätter fehlend-, Blu-men klein, grünlich-weiss, in kleinen endständigen Dolden trauben; Kelch ßzähnig, bleibend;Blumenkrone trichterig; Staubfäden kaum vorhanden oder ausserordentlich Kurz, unterdem Grunde der Kroneneinschnitte eingefügt; Staubbeutel länglich, halb in der Röhre, halbaus ihr hervorragend; Fruchtknoten 2fächrig, mit einigen Eychen in jedem Fach, welchean der verdickten Mitte der Scheidewand befestigt sind; Griffel so lan£ als die Kronen-
röhre; Narbedeckt mit
kopfig;einer kahlen,
Beere rund, kahl, von der Gröfse eines ziemlich starken Apfels, be-etwas harten Schale, welche bei der Reife von schöner orange Farbe
ist, innen erfüllt mit einem weissen weichen gallertartigen Mark, worin einige Samen liegen.
Off. Nuces vomicae. — Praep. Extractum nucis vomicae; Extractum nueum romica-rum spirituosum; Strychninum nitricum. — Die reifen Samen kreisrund, {lach gedrückt, ge-nabelt, stumpfrandig, von angedrückten Ilaaren gelblich-graulich seidenartig glänzend, innengraulich-weiss, 9 —11 L. im Durchmesser haltend, von sehr bitterm Geschmack.
Chemische Beschaffenheit: Pelletier und Caventou fanden in den Krahenangen: grü-nes butterartiges Fett; Wachs; Strychnin und Brucin, verbunden mit Igasursäure und einemdurch Salpetersäure roth werdenden Farbestoff, extractivem gelben Farbstoff; Gummi; Bassorin;etwas Stärkemehl. Das Strychnin, der wirksame Bestandteil dieser Samen, 'krystalli.sirt insehr kleinen, weissen, 4seifigen, von allen 4 Flächen aus zugespitzten Prismen, auf Pflanzen-farben reagirt es sehr deutlich alcalisch und hat einen höchst bittern, fast unerträglichen undhintennach etwas metallischen Geschmack. Es hat keinen Geruch, verändert sich nicht ander Luft, schmilzt nicht beim Erhitzen, sondern zersetzt sich schon bei geringer Temperatur.In "Wasser ist es schwer auflöslich, leicht in Alcohol, selbst in nicht wasserfreiem. Aethernimmt nur wenig auf, eben so fette Oele, die aber einen bittern Geschmack erhalten; flüch-tige Oeie lösen es auf. Bei sehr geringer Sättigungscapacität bildet es mit den Säuren Salze,welche höchst bitter und unangenehm schmecken, und heftiger auf den Organismus wirkenals das Strychnin selbst. Sie werden vom Gerbstoff gefällt und nehmen in trockner Form