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2 (1833)
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41
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zer als der Blüthenstiel, schwerdtig, etwas sichelig, 1 -i\ Z. breit,

nervig,

blaulich-bereift,

am Rande schw ach -gekraust; Bliithenscheiden stumpf, bauchig-kahnförmig, am Grandekrautig und grün, am Rande trockenhuu tig, wcisslich, während des Blühens ganz verwelkend;Blumen sitzend, gross, wohlriechend, weiss; Fruch tknoten gestreift; Blumenröhre kaumlänger als dieser; Zipfel stumpf, die auswärts gebogenen 1 Z. breit und etwas länger, ander Spitze etwas geschweift, am Grunde aussen grün-geädert, oben mit gelbem Bart; die auf-rechten länglich, nach innen geneigt, unten mit zurückgebogenem fallig-welligem Rande;

Staubbeutel weiss; Griffelzipfel weiss, so lang als die

%

Blüthenhüllzipfel, zweispaltig mit spitzen scharf gekerbten Lappen; KapselJfurclii

dreikantig,

Jana;

geschnäbelt.

igel der auswärts' \ Z. lang,

gebogenenschwach

Off. Radis Iridis ilorentinae. Der Wurzelstock von der Rinde und den Wurzel-fasern befreit, in zolldicken, zusammengedrückten, oder mehr kegelförmigen, knotigen, ver-schieden-gebogenen, dichten, weissen Stücken, welche theils mit zerstreut stehenden, kleinenrundlichen Erhabenheiten, theils mit Reihen vertiefter kleiner Punkte besetzt sind, von ange-nehmem Veilchengerucb und seh leimig-mehligem wenig bitterlichem Geschmack. Bei derfrischen Wurzel ist der Geruch nicht so deutlich, mehr scharf und bitter.

Verwechslungen: Oft hat man eine weissblühende Abart der Iris germanica für dieIris florentina in den Gärten, welche aber leicht zu unterscheiden ist durch die längere Blu-menrohre, welche doppelt so lang als der Fruchtknoten, durch die ausgerandeten innern Blu-menhüllblätter, durch die ganzrandigen Griffelzipfel, durch die gelblich-weisse Farbe u. s. w.,ihre Wurzel hat getrocknet einen schwächern Veilchengeruch, ist dünner und viel weicher,fast schwammig. Ferner soll eine geringere Sorte der Veilchenwurzel (die istrische, dalma-tische, veronesisehe genannt, wogegen die bessere und seltnere livornesische heisst), welchemehr gelblich oder schmutzig-weiss ist, stärker aber weniger angenehm riecht, von der Irispallida Lam. abstammen, welche grofse blassblaue wohlriechende Blumen hat, deren auswärtsgebogene Zipfel ganzrandig, die aufwärts gerichteten aber ausgerandet sind und die schon vorder Blüthe trockenhäutige weisse Blumenscheiden hat.

Chemische Beschaffenheit: V^ogel fand in der Veilchenwurzel: aetherisches Oel, aufdem stark damit geschwängerten Wasser als eine gelblichweisse Masse schwimmend: einbraungelbes (oder geJhgrünes) schmieriges, mit Alcohol eine gelbe Auflösung gebendes Harzvon sehr bitterm und scharfem fast^brennendem Geschmack; adstringirenden Extractivstoff;Gummi; Stärkemehl wie Inulin sich verhaltend; Pflanzenfaser. Raspail fand in den Knollensauerkleesauren Kalk kryslallisirt.

Nutzen: Früher war die Yeilchenwurzel mehr in Gebrauch als jetzt, wo sie meistbenutzt wird, um Arzneimitteln ihren angenehmen Geruch mitzutheilen, ferner zu Zahnpulvernund zur Bereitung von Fontanellkügelchen, auch lässt man die Kinder heim Zahnen daraufkauen. Frisch angewendet wirkt sie ausleerend, eckelerregend, Harn- und Schweisstreibend,aber durch das Trocknen geht der flüchtig scharfe Stoff grösstenteils verloren und sie wirddaher unwirksamer.

Erklärung der Kupfertafel 135. Eine blühende Pßanze in nat. Gr.: a) eine Blume nachdem die BIü-thcnhiUkipfel tveggenommen sind, so dass Staubfäden und Griffel:ipfcl sichtbar sind in nat. Gr.

Guimpel's Abbild. II. Bd.

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