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erhielt die Namen Rubein, Erythrodanin und Purpurin; und von Colin und Robiquet,welche ihn als einen sublimirbaren krystallinischen Stoff rein darstellten, wurde er Aliza-rin genannt. Andere glaubten, dass dies Alizarin nicht der färbende Stoff sei, was abervon Zenneck bestätigt ist, der jedoch diesen Stoff für eine Säure erkannte, welche erKrappsäure nannte.
Nutzen: Vielfach wird die Krappwurzel zur Färberei benutzt, besonders zum tür-kischen Roth, zu mehreren Nuancen von Braun, so wie zur Bereitung des Krapplacks.Merkwürdig ist die grosse- Verwandtschaft des Krapproths zu mehreren thierischen Stof-fen. Längere Zeit der Nahrung untergemischt färben sich die Knochen roth, der Urinrothgelb und die Milch wird roth. Früher hat man den Krapp wegen dieser Eigenschaftbei Knochenkrankheiten rühmen wollen, aber nicht als wirksam befunden, jetzt benutztman ihn mehr als ein auflösendes bitteres Mittel, welches bei vielen Unterleibsübeln undCachexien sich nützlich erwiesen hat.
Erklärung der Kupfertafel 133. Ein Theil der Wurzel und der obere, blühende Stengel in na%. Gr.:
o) eine Blume und b) die Frucht etwas vergr.
Anchusa tinctoria.
Syst. sex. Pentandria Monogynia. — Syst. nat. Boragineae s. Asperifoliae Auct.
Char. gen. Kelch: unterständig, 5spaltig, bleibend; Blumenkrone: rohrig-trich-terig, mit walziger Röhre, fünfspaltigem Rande und stumpfen Zipfeln; Schlund mit 5 auf-rechten länglichen stumpfen Schuppen; Staubgefässe 5, röhrenständig; Griffel einfachmit kopfiger Narbe; Frucht: vier Achaenien auf dem Fruchtboden, schiefeirund, fast ge-gittert, am Grunde mit erhabenem körnig-gefaltetem Ring und dadurch mit einer tie-fen Grube.
Char. speciei: Stengel: schlaff, steifharig; Stengelblätter: sitzend, länglich,halhumfassend, körnig-steifharig, allmählig übergehend in die Nebenblätter, welche längerals der Kelch; Blume in einseitswendiger, nebenblättriger, meist gabelständiger Aehre,Schlundschuppen unter den Staubbeuteln in der Röhre eingeschlossen.
Synonyme: Anchusa tinctoria L. u. d. meisten Schriftsteller; Lithospermum tincto-rium Andrews; Alcanna tinctoria Tausch. — Deutsche: Färbende Ochsenzunge, Alkanna.
Vaterland: Griechenland, die Inseln des Archipelagus, Kleinasien, Ralien, Sicilienund Südfrankreich.
Beschreibung: Wurzel ausdauernd, holzig, vielköpfig, tief herabsteigend, cylindrischefümählig sich verdünnend, schwache Aeste und Wui'zelfasern ausschickend, aussen schwarz-blutroth; Stengel mehrere, rund, beblättert, steifharig, 4 — 8 Z. lang, unten einfach, obendurch den Blüthenstand getheilt; Wurzelblätter viele, umgekehrt-eirund-lanzetllich, wiein einen Blattstiel sich verdünnend, stumpf oder spitz; Stängelblätter sitzend, länglich,halbumfassend, stumpf, allmählig in die Nebenblätter übergehend, welche weniger umfassendfast parabolisch sind; alle Blätter mit steifen weissen Haren besetzt, welche auf einer knol-ligen Basis stehn. Die Blume in einer fast einseitswendigen nebenblättrigen Aehre, derenje 2 gewöhnlich zusammenstehn, vor dem Blühen schneckenförmig nach aussen gerollt,später verlängert und grade. Kelchzipfel fast linealisch, spitz, etwas gekielt. Blumen-röhre unten weiss, oben enger und schwärzlich-blutroth, so lang als der Kelch, Rand dun-
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