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2 (1833)
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fein und kopfförmigen Narben; Frucht: von den Seiten zusammengedrückt, an der Nahteinbezogen; Achaenien mit 5 gleichen fädlichen Riefen, deren seitliche den Rand bil-den; Thälchen mehrstriemig; Fruchtträger: frei, zweispaltig; Eiweiss, sehr convex.

Char. speciei. Stengel: kahl, fein gerieft; Wurzelblätter: rundlich-herzförmig,gelappt und eingeschnitten-gesägt; untere Stengelblätter 3zählig oder fiederspaltig, die Fie-dern oder Läppchen keilförmig, gelappt und eingeschnitten-gesägt; obere dreispaltig, unge-theilt, linealischj Frucht: eiförmig, schwach angedrückt-flaumharig.

Synonyme: Pimpinella Anisum L. u. vieler Schriftsteller; Sison Anisum Spreng.;Anisum vulgare Gärtn., Anisum oflicinale Mönch, Tragium Anisum Link. Deutsche:Anies-Bibernell, Anis, Enis.

Vaterland: Diese Pflanze welche im Orient, Aegypten, Griechenland wild wächst,wird in vielen Gegenden Europas auch Deutschlands im Grossen gebaut. Blüht im Sommer.

Beschreibung: Einjährige, bis 14- F. hohe, wenig ästige Pflanze; Wurzel: klein,spindelförmig mit ein paar Seitenästchen; Stengel: aufrecht, stielrund, gestreift, untenfein flaumharig, nach oben kahler und ästig; die Blätter wenig flaumharig, die unterstenganz, rundlich-herzförmig, eingeschnitten-gezähnt oder ins Dreilappige übergebend; danndreispaltig, dann gedreit, dann gefiedert, die Blättchen und Fiedern mit ganzer keilförmigerBasis, an ihrem obern Ende eingeschnitten, mehr oder weniger gelappt; die höheren stengel-ständigen Blätter fast sitzend auf der Scheide, fieder- oder 3spaltig mit linealischen, spitzen,anfangs noch hier und da eingeschnittenen, dann ganzen Zipfeln; Blattstiele nebst kur-zen kaum randhäutigen Scheiden, etwas knrz-flauinharig; Dolden: gestielt, 9 15strahlig;Hülle fehlend oder ein kleines einfaches linealisches ßlättchen, Hüllchen aus 13 sehrkleinen ähnlichen ßlättchen - , Blume: weiss; Frucht: wenig länger als eine Linie, grau-lich-grünlich, vom niedergedrückt-conischen Griffelfuss gekrönt, meist noch mit ihren Stiel-chen versehen, am ganzen innern Rande des Rückens mit Oelstriemen versehen, auf derBerührungsfläche in der Mitte mit 2 grösseren.

Off. Semen Anisi vulgaris, Oleum Anisi. Die reifen Früchte werden gesammeltund aufbewahrt, sie sind zerrieben von einem süsslichen angenehm-aromatischen eigen-thümlicben Geruch und Geschmack. Das aus ihnen durch Destillation gewonnene Anisölgehört zu den sauerstoffhaltigen flüchtigen aromatischen Oelen, es ist farblos oder gelblich,hat den süsslichen Geschmack und Geruch vom Anis, gesteht bei -j-10 Gr. und bildet bei-4-5 7 Gr. eine krystallinische Masse, wird aber erst bei -|- 17 Gr. wieder flüssig und hatbei -+- 25 Gr. ein speeif. Gew. von 0, 987. Es besteht aus einem Stearopten und Elaeopten,von denen das erste eine weisse zuckerharte krystallinische Masse bildet

Verwechslungen: Das im Handel vorkommende Anisöl soll bisweilen mit Baumöl,worin etwas Wallrath zerschmolzen ist, verfälscht werden.

Chemische Beschaffenheit: Die Anissaamen enthalten nach Brandes und Reimann:3,0 flüchtiges Oel; 0,125 Stearin mit Chlorophyll; 0,175 Harz mit Spuren v. apfels. Kalknnd Kali; 0,400 Halbharz; 5,500 extractive Materie; 7,850 Phyteumakolla; 0,650 Schleim-zucker mit Apfelsäure; 2,900 Gummoin; 6,500 Gummi mit apfels., phosphors. o. Schwefels.Kalk; 8,600 x4.nisulmin (eigenthümlicher Stoff zwischen Ulmin und Kleber stehend), 0,500Extractivstoff; 32,850 Pflanzenfaser; 1,000 saures apfels. Kali; 0,125 sauren apfels. Kalk;1,350 phosphors. Kalk; 3,550 unorganische Salze mit Kieselerde und Eisenoxyd; 23,000Wassser.

Nutzen: Der Anis wird theils für sich als Gewürz in Backwerk benutzt, theilszur Anfertigung von Liqueuren verwendet; auch mit Zucker überzogen als ein Hausmittel

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