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in sehr viele einsamige mit (trocken-schwärzlichem) Muse erfüllte Fächer getheilt, dereniedes einen zusammengedrückten rundlichen, den Scheidewänden parallel liegenden, braunen,ilatten, etwas glänzenden, an langer Nabelschnur befestigten Samen enthält.
Off Pulpa Cassiae. — Das in jedem Fache der Hülse liegende weiche fastschwarze und süsse Muss oder Mark wird als Arzeneimittel benutzt. Man wählt die fri-schen schweren nicht hohl klingenden Hülsen aus und man hält die aus der Levante kom-menden dickhülsigen für besser als die ägygtischen; die westindischen, welche im Allge-meinen für schlechter gehalten werden, sollen jedoch mehr abführend wirken. Man lostdas Mark in heissem Wasser auf, schlägt es durch, und dickt es gelinde ein, um es zumArzeneigebrauch anzuwenden.
Chemische Beschaffenheit: Henry fand in dem Cassienmark: 71,00 Zucker; 6,75Gummi- 13,25 gerbstoffartige Substanz, Spuren von kleberartiger Substanz und von Farbe-stoff- 19,00 Verlust, grösstenteils auf Rechnung des Wassers kommend. Vaucquelin fandin demselben: Zellgewebe, Kleber, Gallerte, Extractivstoff, Schleim und'Zucker,
Nutzen: Als ein gelinde abführendes Mittel dient_ es vorzüglich bei reizbaren
Personen mit schwachem Magen, es befördert eher die Verdauung und
bringt
keine
Schmerzen hervor. Auch bei Brustkranken hat es sich nützlich bewiesen.
Erklärung der Kupfertafel 125. Eine Blüthentraube, ein Blatt und eine Hülse in nat. Gr. a) und b)Samen, c) und d) dieselben durchschnitten, e) der Embryo besonders, f) derselbe von den Samenblät-tern befreit; alles mehr oder weniger vergr.
Anethum graveolens.
Syst. sex. Pentandria Monogynia. — Syst. nat. Umbelliferae Juss.
Chor. gen. Kelch mit 5 Zähnchen. Blumenblätter: gleich, eingerollt, mit ab-gestutzter Spitze; GriffeIfuss: flach, randschweifig; Griffel: kurz, dann zurückge-krümmt; Achaenien oval, fest, vom Rücken linsenförmig zusammengedrückt, mit breitemflachen Rande; die Riefen gleich weit, fädlich, flach-erhaben, die 3 rückenständigen spitz-gekielt, die seitenständigen schwächer, in den Rand verlaufend; Striemen: ganz, in jedemThälchen eine, auf der Berührungsfläche 2; Eyweiss, flach-convex.
Char. speciei. Stengel: stielrund; Blätter: mehrfach zusammengesetzt, kahl, meer-grün, mit linealiseh fadenförmigen Zipfeln, Fruchtrand: breithäutig.
Synonyme: Anethum graveolens L. u. d. meisten Autoren; Paslinaca AnethumSpreng-, Selinum Anethum Roth. — Deutsche: Gemeiner oder Garten-Dill.
Vaterland: Scheint im südlichen Europa bis nach dem schwarzen Meere wildvorzukommen, zeigt sich aber verwildert, in Gärten, auf Schutthaufen u. s. w. auch immittlem und nördlichen Europa, am Vorgebirge & gut Hoffnung, auf den Molucken undden Antillen. Blüht im Sommer.
Beschreibung: Einjährig, ganz kahl, blaugrün bereift, wenig ästig; Wurzel: weiss-lich, spindelig, ästig-faserig; Stengel: 2— 3 F. hoch, rund, gestreift; Blätter: fast 3fachfieder theilig, mit schmalen, linealisch-fadenförmigen, spitzen oben etwas rinnigen Zipfelnmit weisslichen Spitzchen; Blattstiel: verschiedener Länge, unten mit länglicher breitrandhäutiger Scheide, welche oben ausgerandet ist; Dolden: scheinbar endständig, ge-