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Char. speciei: Blätter: Ianzettlicli; Blumen: in einer einseitswendi"-en trauben-artigen, aus achselständigen Trugdoltlen zusammengesetzten Rispe; Kelchzähne: aufrechtfast gleich; Mitte Happen der Unterlippe: zweilappig, ganzrandig.
Abänderungen: Die Blumen, welche meist dunkel-kornblumenblau sind, kommenauch roth und weiss vor.
Synonyme: Hyssopus officinalis L. und der Autoren. — Deutsche: Ysop, Ispeni j u. s. w.
Faierland: In bergigen, felsigen Gegenden des südlichen Europa, in CroatienDalmatien, der'südlichen Schweiz u. s. w. Blüht im Sommer. In Gärten käuuV bei unscultivirt.
Beschreibung: Kleiner Strauch von 1 — 2 Fuss Höhe, mit holziger Wurzel undmehreren aufrechten oder aufsteigenden, ästigen, unten holzigen und rundlichen, oben 4sei-tigen und krautigen Stengeln, welche nach den Spitzen hin, mit einer äusserst kurzen undfeinen nur durch die Loupe wahrnehmbaren Behaarung besetzt sind; Blätter: gegenüber-stehend, sitzend, lanzettlich oder schmal und lang-elliptisch, stumpflich, kahl, unten drüsi"--punetirt, ganzrandig. Durch die sich entwickelnden Blattäste erscheinen die Blätter oft bü-schelig; Blumen: in kleinen Trugdolden aus den Achseln aller obern BlJttereine einseitswendige traubenartige Rispe bildend; Kelch: tief gestreift, sehr fein behaartund mit kleinen Harzpünktchen besetzt, mit 5 langen pfriemlich-zugespitzten Zähnen-Blumenkrone: aussen fein behaart, mit aufrechter, tief ausgerandeter Oberlippe und3theiliger Unterlippe, deren Seitenlappen klein, stumpf und ganz sind, der mittlere aberbreit gezogen, auf der nach aussen gerichteten convexen Seite mit einer Ausrandung-Staub gefässe: viel länger als die Blumenkrone, mit blauen, fadenförmigen Staubfäden und'bräunlich-blauen Staubbeuteln, deren Fächer mit einem Ende befestigt, sich in gerader Li-nie gegenüberstehn; Griffel: so lang als die Staubgefässe, kurz, zweispaltig; Achaenien:um°ekchrt-eiförmig, 3seitig, mit äusserer convexer Rückenfläche, braun.
Off. Herba Hyssopi. — Man sammelt das Kraut im Mai, wo die Blätter noch nichtentwickelt sind, es ist getrocknet von starkem angenehm aromatischem Geruch und kaumbitterlichein, gewürzhaftem etwas campherartigem Geschmack.
Chemische Beschaffenheit: Herberger fand in dem Ysop: ein aetherisches Oel einSubalcaloid crystallinisch von bitterm Geschmack, ein fettes Oel, eisenbläuenden und ei-sengrünenden Gerbstoff, eine eigentümliche in Wasser schwer lösliche Substanz, Gummi,Eiweissstoff und Chloropshyll. Das aetherische Oel ist gelb, wird mit der Zeit roth, undschmeckt scharf und campherartig, es gehört zu den sauerstoffhaltigen, flüchtigen und aro-matischen Oelen.
Nutzen: Bei Brustbeschwerden ohne entzündlichen Character, auch bei Ma°-en-schwäche und äusserlich als Gurgel- und Augenwasser, wird der Ysop in der Medicin an-gewendet. Hier und da findet er auch als Gewürz in der Küche Anwendung.
Erklärung der Kupfertafel 123. Bin blühender Zweig in nat. Gr. a) eine Blume ebenso, b) der Kelchebenso, c) derselbe längs aufgeschlitzt und vergr., d) die Blumenkrone längs aufgeschlitzt und vergr.e) ein Staubbeutel ebenso, f) der Fruchtknoten in nat. Gr. g} ein Achaenium ganz, IiJ) längs unki) quer durchschnitten und vergr.