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ter: sitzend, die untern doppelt, die obern einfach- fiederspaltig, die Fiedern etwas flei-schig, linealisch, mit kleiner Stachelspitze. Die Blättchen der allgemeinen Blülhendecke:elliptisch, stumpf, grün, am Rande und der Spitze etwas dünnhäutig, zuweilen bräunlich;Randblumen: weiss, bald zurückgeschlagen, mit stumpf 3zälmiger Zunge; Scbeiben-blumen: gelb, röhrig, mit trichterförmigem, özähnigem Saum; Achaenien: braun, cylin-drisch, auf beiden Enden verschmälert, oben mit kaum bemerkbarem Saum.
Off.: Flores Chamomillae vulgaris. — Praep. Oleum Chamomülae simplex; OleumCham, terebinthinatum; Syrupus Chamomillae; Extractum Chamomillae vulgaris; Elaeosac-charum Chamomillae; Aqua Chamomillae. — Die Blüthenköpfe werden völlig entwickeltgesammelt und getrocknet, sie sind von einem eigenthüinlichen, angenehmen Geruch undbitterlichem, aromatischem Geschmack.
Verwechselungen: Das sicherste Kennzeichen ist, ausser dem eigenthümlichen Ge-ruch der Kamille, der kegelförmige, innen bis zur Spitze hohle Fruchtboden des Köpfchens,welcher ohne Spreublättchen ist. Leicht zu verwechseln sind dem äussern Ansehn nach:Chrysanthemum inodorum, welches, geruchlos, einen innen markigen Fruchtboden hat;Anthemis arvensis, mit einem innen markigen mit Spreublättchen besetzten Fruchtboden;Anthemis Cotula, mit eben diesen Kennzeichen und eigenem widrigen Geruch.
Chemische Beschaffenheit: Freudenthal erhielt durch Ausziehen der ßlüthen mitAlcohol und Wasser Ton 1 Pfd.: 20 Dr. 6 Gr. Harz; 10 Dr. 56 Gr. Seifenstoff; 9 Dr.28 Gr. Gummi; 6 Dr. 48 Gr. Weinstein; 1 Dr. 14 Gr. phosphorsauren Kalk. Das durchDestillation mit Wasser aus den Blüthen gewonnene Oel ist dunkelblau und dickflüssig,vom Geruch der Kamillen und gewürzhaftem Geschmack, es gehört zu den sauerstoffhal-tigen, flüchtigen Oelen.
Nutzen: Allgemein bekannt ist der Gebrauch der Kamillen als eines Hausmittelsbei Koliken, Durchfallen, Menstruations-Krankheiten u. s. w. und in der That sind sie eintreffliches Mittel bei verschiedenen Unterleibsbeschwerden durch ihre ätherischen, reizen-den und bitteren, stärkenden Bestandteile, reizend und belebend, die Aufregung der Ner-ven zu besänftigen. So wird dies Mittel im Aufguss zum Thee und zu Klystiren, beikrampfartigen, schmerzhaften Beschwerden des Darmkanals, des Uterus und der Urinwerk-zeuge benutzt, das Extrakt bei Gelbsucht, Gicht, Steinbeschvverden u. s. w T ., das Oel beihohen Graden hysterischer Beschwerden, die Blumen zu trocknen Umschlägen und zuBähungen.
Erklärung der Kupfertafcl 122. Eine blühende Pflanze in nat. Gr., a) der Fruchtboden mit einigenScheibenblümchen und der allgemeinen Blilthendecke, b) derselbe längs durchschnitten, beides imnat. Gr., c) ein Scheibenblümchen und d) ein Strahlenblümchen vergr,, e ein Achaenium ganz,und f) (jueer durchschnitten, vergr.
Hyssopus officinalis.
Syst. sex. Didynamia Gymnospermia. — Syst. nat. Labiatae Jass.
Char. gen.: Kelch: trichterförmig, 5zähnig; Blumenkrone: 2lippig; Oberlippe:kurz, gerade, ausgerandet; Unterlippe: flach-ausgebreitet, 3lappig, der Mittellappen grösser,ausgerandet; Staubgefässe: vier, ungleich, hervorragend, auseinanderstehend; Achae-nien: vier, im- Grunde des Kelchs.
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