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2 (1833)
Entstehung
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24
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aus der untern Spelze der untern Blume, in der Mitte des Rückens derselben, lie^t an-fangs in einer kleinen Furche, tritt aber dann, verschieden gedreht, aus den Deckspelzenhervor; die innere Blumenspelze ist dünnhäutig, ausgerandet; Staubbeutel: linealisch,gelb; Fruchtknoten: stark behaart; Caryopse: cylindrisch, an der Spitze bärti«-, sonstlein behaart, heller oder dunkler gefärbt, von den Blumenspelzen dicht umkleidet.

Off.: Avenae semen excorticatum. Die von den Spelzen befreiten, enthülsetenund grob zermalmten Caryopsen, Hafergrütze.

Chemische Beschaffenheit: Vogel fand in den Haferkörnern: 59 Stärkemehl; 4,30graue Materie, dem geronnenen Eiweissstoff ähnlicher, als dem Kleber; 8,25 Zucker- undBitterstoff; 2 fettes Oel; 2,50 Gummi bei 23,95 Verlust. In den Fruchtschaalen (Spelzen)hat Journet einen harzigen, aromatischen, der Vanille an Geruch ähnlichen Stoff gefunden.

Nutzen: Nur zu bekannt ist der Nutzen des Hafers für die Bewohner des Nor-dens als Getreide zur Brodbereitung, wie für uns als ein Viehfutter und zugleich in derForm der Hafergrütze, als ein gesundes Nahrungsmittel. Aber auch in medicinischer Hin-sicht wird eine aus letzterer bereitete dünne Abkochung, sowohl innerlich, als einhüllen-des, verdünnendes und zugleich nahrhaftes Getränk; als auch äusserlich zu Klystiren undGurgelwassern und die Grütze selbst zu Umschlägen u. s. w. vielfach benutzt und ist einsder am häufigsten angewandten Mittel in einer grossen Menge von Krankheiten, wie auchfür Genesende.

Erklärung der Kupfertafel 121. Der obere Theil des Gewächses von der ungegrannten Abart in nat.

Gr.; a) Staubgefässe und Pistill in nat. Gr.; b) dieselben mit den Spelzen vergr.; c) ei» <dehrchen

und d) einzelne Caryopsen von verschiedener Seite, in nat. Gr,

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Matricaria Chamomilla.

Syst. sex. Syngenesia Supcrflua. Syst. nat. Compositae Juss., Synanthereae Cass.

Char. gen.: Allgemeine Blüthendecke: flach, aus ziegeldachartig liegenden, kraut-artigen Blättclien; Kelch: fehlend; Blumenkronen: ungleich, die des Randes, zungen-förmig, weiblich; die der Scheibe, röhrig-trichterförmig, Zwitter,- Narben: 2, zurückge-krümmt, an der äussern Spitze behaart; Fruchtboden: kegelförmig, innen hohl, nackt;Früchte: ohne Saamenkrone, mit erhabenen Längsreifen.

Char. speciei: Blätter: fast doppelt-fiederspaltig, die Fiedern linealisch; Blätt-chen der aligemeinen Blüthendecke: stumpflich.

Synonyme: Matricaria Chamomilla L. und aller Autoren, Matricaria suaveolen»,Willd. Deutsche: Gemeine Kamille, Kornkamille, Feldkamille oder Kamelle, Her-melchen oder Hellmerchen u. s. w.

Vaterland: Auf bebauten und unbebauten Feldern, in und um Dörfer u. s. w.,fast durch ganz Europa, von Schweden bis Sicilien und vom Caucasus bis England. Blühtim Sommer.

Beschreibung: Wurzel: einjährig, ästig; Stengel; £ 2 Fuss hoch, von derBasis an ästig oder unten einfach, rund, leicht gefurcht, kahl wie die ganze Pflanze; Aesteund Aestchen: entweder gerade oder aufsteigend, immer nach Art einer Doldentraube«ich zu ziemlich gleicher Höhe entwickelnd, an den Spitzen ein Köpfchen tragend; Blät-