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Seide-eine Säure, wahrscheinlich Phosphorsäure; eine thierisch-vegetabillsche Substanz inarosser Men^e, nie, sehr zur Fäulniss geneigt, durch Destillation viel dickes Oel und Am-njoniac riebt. Pettenkofer fand darin als Haupthestandtheil einen thierisch-vcgetahilischenStoff- ferner eine fettartige Substanz, phosphorsaure Salze, Farbestoff und wahrscheinlich
auch Essigsäure. , ; _
Nutzen: In der Medicin wird das Mutterkorn als ein che VYeben beförderndesMittel gerühmt^ doch ist die Anwendung dieses Mittels gewiss nur mit Vorsicht zu ma-chen, da es durch seine narcolisch scharfen Wirkungen eine bedeutende Einwirkung aufdas Nervensystem äussern, Erbrechen, Schwindel, Krämpfe u. s. w. hervorbringen soll.Der Einmischung dieser krankhaft veränderten Körner unter die gesunden und dem Ge-nüsse des daraus bereiteten Brodes werden ebenfalls Krankheitserscheinungen zugeschrie-
Avena sativa.
Syst. sex. Triandria Monogyuia. — Syst. nat. Gramina Juas.
Char. gen.: Blüthenstand: eine Rispe: Aehrchen: 2—3blüthig. Deckspel-zen: 2, ungleich; Blumenspelzen: zwei, baldig am Grunde behaart, die untere an derSpitze 2spaltig, mit einer unten gedrehten, verschieden gebogenen Rückengranne; Staub-ge fasse: 3; Narben: 2,fedrig; Caryopse: spelzrindig oder selten frei.
Ch"ar. speciei: Raspe: ausgebreitet-abstehend; Aehrchen: 2bliithig, nebst Ru-diment der 3ten und kahler Spindel, kleiner als die vielnervigen Deckspelzen; äussereBlumenspelzen: 5nervig, nach oben scharf; die, des untern Blümchens, häufig mit schar-fer Rückengranne; Caryopse: spelzrindig.
Abänderungen: Wir haben 2 Hauptfovmen, a) aristata; Aehrchen: grösser; un-tere Blume begrannt, obere nicht; b) mutica; Aehrchen: kleiner; beide Blumen nichtbegrannt.
Avena sativa L. und aller Autoren. -— Deutsche: gemeiner Hafer
kälteren und höheren
Länder häufig
Gegenden
eultivirter
Synonyme :oder Haber.
Vaterland: Unbekannt, wird in dengebaut. Blüht im Sommer.
Beschreibung: Wurzel: faserig, die Fasern mit kleinen Zäserchen fast wollenar-tig besetzt; Halme: ein oder mehrere, 3— -5 Fuss hoch, glatt und kahl, an den Gelenkenzuweilen schwach haarig; Blattscheiden: gestreift, fast kahl; Blätter: linealisch zu-gespitzt, am Rande und auf den Flächen scharf; Blatthäutchen: vorragend, stumpf, ge-zahnelt; Rispe: sparrig ausgebreitet, 6 — 8 Zoll lang; Aeste derselben zu 3 — 6, abwech-selnd nach einer Seite gerichtet, mit einzelnen Aestchen; Aeste und Aestchen miteinem endständigen, erst aufrechten, dann hängenden Aehrchen; Deckspelzen: länglich,lanzettlich, lang zugespitzt, 9—llnervig, kahl; untere ßlumenspelze: önervig, nach derSpitze trockenhäutig und kurz zweispaltig mit einem oder dem anderen Zahn noch zurSeite; unten glatt, nach oben und am Rande scharf, die seharfhaarige Granne entspringt