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die Klappen an den eingebogenen Rändern an der Achsenath bis zurMitte aufspringend.
Char. speciei: Blätter: aufrecht, linealisch-lanzettlich flach: BIu-menhüllzipfel: eiförmig-lanzettlich.
Abänderungen: Die Blumenhülle ist bald mehr lilaroth oderpurpurröth, oder selbst hellveilchenblau, nicht gar selten weiss.
Synonyme: Colchicum autumale L. u. aller Autoren. — Deutsche:Herbstzeitlose, Wiesenzeitlose, Wiesensafran, Uchtblume, Herbst-, Michels-]Licht-, Spinnblume, Strockenbrod, Hundshode, nackte Jungfer, nackteHure.
Faterlancl: In gutem Boden, auf etwas feuchten Wiesen, vorzugs-weise in bergigen Gegenden; in Deutschland, Westrussland, Öesterreicb,der Schweiz^ England, Frankreich, Spanien, Italien, Sicihen. Blüht imHerbst, bringt die Frucht im Frühjahr.
Beschreibung: Wurzel: faserig, an der Basis d. Zwiebel, die Wur-zelfasern rund gelblich; Zwiebel: aussen mit schwärzlich-brauner festerOberhaut* unter welcher eine bräunliche die weisse dichte ZwiebelmasseU-iischliessend; meist einzeln, fast rundlich, nach oben spitz, auf einerSeite llach. Aus dieser Zwiebel erheben sich im Herbste aus einer eige-nen mit einer Scheide umgebenen Knospe zur Seite der alten Zwiebel2—3 Blumen, mit einer 4—6 Zoll langen weissen dreiseitigen Röhre, undtief öspaltigem aufrechtem, fast glockigem Saum, dessen drei innere Zipfeletwas kleiner sind; Staubgefasse: kürzer als die Blumenhülle, wechsel-weis etwas kürzer, mit gelben, länglich-pfeilförmigen, aufliegenden, be-weglichen Staubbeuteln; Griffel: fadenförmig, mit auswärts gebogenen end-ständigen Narben. Aus der Knospe, welche im Herbste die Blumen brachte,treten aus der alles umschliessenden Scheide die Blätter (2 — 4) und einkurzer Stengel mit den Kapseln hervor; Blätter: aufrecht oder etwasabstehend, vielnervig, etwas stumpf, gekielt, kahl; Stengel: sehr kurzvon den Blättern umschlossen, kapseltragend; die Kapsel: eiförmig, oderumgekehrt eiförmig aufgeblasen, etwas runzlich, mit 6 Längsfurchen, vondenen 3 tiefer, oben zugespitzt, durch den gegenseitigen Druck verschie-deneckig; Saamen: rundlich, schwarzbraun, mit runzlicher, fast chagrin-artiger Oberfläche.
Off.: Radix (bulbus) Colchici. Semen Colchici. — Praep. Ace-tum Colchici; Oxymel Colchici; Tinctura Colchici; Vinum Colchici. —Die Zwiebeln müssen im September und October gesammelt, aber nichtüber ein Jahr im Arzeneivorrath behalten werden, sie sind frisch vonetwas widerlichem Geruch, unangenehm-bitterlichem, scharfem und meh-ligem Geschmack, erregen bei längerm Kauen reichliche Speichelabsonde-rung, Durst, und das Gefühl der Zunge erstirbt; getrocknet verlieren sich
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