179
die Lappen elliptisch, spitzKch; Blattstiele: dreiseitig; Blumen: inkurz gestielten, end- und gegenblattständigen, bis 20blüthigen aufrechtenTrauben, welche bei der Blüthe meist kürzer, bei der Frnchtreife aberlänger als die Blätter sind; Blumenstielchen: bei der Fruchtreife bis3 Ein. lang, länger als ihr lanzettliches zugespitztes Deckblättchen; Kelch-blätter: eiförmig, zupespitzt, am Rande gesägt; Blumenblätter: rosen-roth, an der Spitze blutroth, etwa 3 Ein. lang. Jeder Staubfadenbündelmit drei Antjieren, von denen die mittlere 2fächrig, die seitlichen einfä-chrig; Griffel: fadenförmig, wenig gekrümmt, so lang als die Staubge-fässe, mit dreizähniger Narbe; Frucht: fast kugelich, eine Linie imDurchmesser, oben eingedrückt.
Off.: JHerba Fumariae — Praep.: Extractum Fumariae — Die zublühen beginnende Pflanze wird im Mai und Juni eingesammelt und ge-trocknet, ist frisch geruchlos und von einem widerlichen, salzig-bitternGeschmack.
Chemische Beschaffenheit: Nach Merk gaben 18 Pf. des frischenKrauts, 13 Pf. Saft, worin 4J Unze grünes Satzmehl enthalten war. DerSaft enthält: eine besondere thierische Substanz; Extractivstoff; Schleim;weinsteinsauren Kalk; salzsaures Kali; schwefeis. Kalk, grünes Satzmehlund Wasser. In dem nach dem Auspressen gebliebenen Rückstande fandsich: Extractivstoff; salzsaurer Kalk; schmieriges Harz; Holzfaser und einbesonderer thierischer Stoff, welcher nach dem Einäschern phosphors.Kalk und etwas schwefeis. Kali gab.
Nutzen: Man braucht den Erdrauch in der Medicin als ein stär-kendes bitteres Mittel, welches man besonders bei chronischen Hautaus-schlägen, bei Scorbut, beim Aussatz, auch zur Stärkung des Magens undder Unterleibseingeweide, so wie nach langwierigen Fiebern gegeben hat.Das Kraut soll eine gelbe Farbe geben.
Erklärung der Kupfertafel 94. Bin ganze blühende Pflanze, in nat. Gr., a) dieganze Blume] b) dieselbe von einer Seite geöffnet, c) Kelch, Staubgefasse undPistill, d) die Frucht, alles mehr oder weniger yergr.
m
Colchicum autumnale.
Syst. sex. Hexandria Trigynia. — Syst. nat. Colchicaceae D. C, Melantliiaceae R. Br.
Cha?\ gen.: Blumenhülle: trichterförmig, mit sehr langer Röhre,tief 6spaltigem Saum, blumenblattartig; Staubgefasse: 6, den Zipfelnder Blumenmille gegenüber, am obern Ende der Röhre eingefügt; Grif-fel: 3, länger als die Röhre; Kapsel: 3fächrig (fast 3gehäusig) 3klappig,