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1 (1830)
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ropa gekommen und wird nun in Menge angebaut, wodurch sie sichauch etwas verwildert hat. Ihr eigentlicher Standort, wie ihr bestimm-tes Vaterland, sind unbekannt Blüht im Sommer.

Beschreibung: Wurzel: einjährig, weiss, senkrecht herabsteigend,spindelig, wenig ästig, etwas faserig; Stengel; aufrecht grade, bis 6 F.hoch, wenig ästig, rund, kahl; Blätter: kahl, die wurzelständigen ge-stielt, länglich, mehr oder weniger lanzettlich, die untern stengelständi-fen diesen ähnlich, die obern mehr und mehr sitzend, mehr eiförmig, miterzförmiger stengelumfassender Basis; Blumen: end- und blattachseistän-dig, lang gestielt; Blumenstiele: rund, am obern Ende abstehend borsthaa-rig, bei der Knospe überhängend, sonst aufrecht; Keich: kahl; Blumen-blätter: breit-rundlich, an der Basis keilförmig, weiss oder roth mit dun-kelem Fleck am Grunde: Staubfäden: nach oben keulenförmig erweitert,dann stachelspitzig, darauf die länglichen gelben Staubbeutel; Narben:1015; Kapsel: breit-eiförmig oder halbkugelig-urnenförmig, kahJ, vondem vertieften und mit dem gelappten Rande etwas aufwärts gebogenemNarbenstern gekrönt; Saamen: klein, weiss oder schwarz, nierenföimig.

Off.: Capita Papaveris. Semina Papaveris. Oleum Papaveris.Opium. Praep.: Aqua Opii. Emplastrum opiatum. ExtractumOpii. Tinctura Opii benzo'ica (Elixir paregoricum) Tinctura Opiicrocata (Laudanum liquidum Sydenhami) Tinctura Opii simplex (Tinc-tura thebaica) Oleum Papaveris recens paratum. Syrupus capitumPapaveris s. Diacodion (Syrupus Papaveris albij Von unserm hier cul-tivirten Mohn werben die Kapseln vor der Pfeife abgeschnitten und ganzgetrocknet, sie dürfen nicht länger als ein Jahr alt werden. Die Mohn-saamen werden von der weissaamigen Abänderung genommen. Das Mohnölwird durch Auspressen der Saamen bei uns gewonnen, es ist ein fettes,gelbliches, mild schmeckendes Oel von fast keinem Geruch und einemspecif. Gew. von 0929, es darf nicht dunkel und ranzig, auch nicht mitfremdartigen Substanzen vermischt sein. Das Opium kommt durch denHandel aus dem Orient und Aegypten zu uns, und ist der getrocknete-Milchsaft der Pflanze, besonders aus den unreifen Kapseln gewonnen, ent-weder durch Einschneiden, oder durch Auspressen und Auskochen; eineschlechtere Sorte soll endlich durch Auspressen und Auskochen der gan-zen Pflanze erhalten werden. Es kommt zu uns in Stücken oder Kuchenvon verschiedener Grösse, welche in trockne Blätter eingewickelt sind,meist Ampferblätter, deren Früchte man auch findet-, es ist dunkelbraun,im Bruch wenig glänzend, zähe, innen weicher und den Fingern anhän-gend, trocken von braungelbem Strich, von widrigem, bitterm Geruch,es löst sich im Wasser bis auf weniges ganz auf. Mit fremdartigen Thei-len darf es nicht sehr vermischt sein. Als ein giftiger Stoff ist grosseVorsicht damit nöthig.