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1 (1830)
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rathen 2 3klappig, 23fächrig, 14saamig, die Scheidewände mittenauf den Klappen; Saamen: gross, mit breitem Nabellleck an der Basis;Embryo: ohne Eiweiss, mit verwachsenen Saamenblättern.

Chav. speciei: Blumenblätter: 5; Blätter: gefingert, 7zähfig,Blättchen: umgekehrt eiförmig, keilförmig, kurz zugespitzt, doppelt un-gleich gesägt, mit rostfarbenen Filzilocken auf der untern Seite, besonders

an der Basis.

Abänderungen: Selten ist eine Abänderung mit stachellosen Kap-seln, so wie mit Fast halbkugeligen Blüthentrauben, häufiger mit 3- und5zähligen Blättern, so wie mit mehr und weniger Staubgelässen.

Synonyme: Aesculus Hippocastanum JL. u. d. meisten Autoren;Hippocastanum vulgare Gärtn. Deutsche: gemeine, wilde, bittereKastanie, Vexier-Rosskastanie, Ross-, Pferdekesten.

Vaterland: Nordindien u. Persien, von wo er seit der Mitte des16. Jahrhunderts nach Europa gekommen und fast verwildert ist. Blühtim Mai.

Beschreibung: Starker Baum: mit rundlich kegelförmiger Krone,gegenständigen ausgebreiteten Aesten; Rinde: bräunlich-grau, rissig;Knospen: dick, harzig; Blätter: gegenständig, lang-gestielt, 3Tzählig,mit unten stark vortretenden Adern und Venen; Blumen: in endständi-gen, zusammengesetzten, aufrechten, zugleich mit den Blättern hervorbre-chenden Blüthentrauben; alle Zwitter, oder die obern der Blüthentrau-ben meist männlich; Kelch: mit gewimperten stumpfen Zähnen; Blu-menblätter: weiss, mit rothen u. gelben Flecken, am Rande gewellt undetwas gewimpert; Staubgefässe: von der Länge der Krone, niedergebo-gen, dann aufsteigend; Staubbeutel: herzförmig, breit-elliptisch, roth,am Rande haarig; Fruchtknoten: stachelhaarig; Griffel: pfriemlich,an der Spitze aufsteigend, fein-weichhaarig; Kapsel: grün, mit pfriem-lichen steifen Stacheln, innen weiss ausgekleidet; Saamen: schön glän-zend braun mit graugelbem rundlichem Nabelüeck.

Off.: Cortex Hippocastani. Die jüngere, noch nicht rissigeRinde der dünnen Zweige, welche aussen roth-graubraun, innen gelblich,von zusammenziehend bitterm Geschmack, und trocken, fast ohne Geruchist, man sammelt sie im Frühjahr.

Chemische Beschaffenheit: Die Rincie der Rosskastanie enthältnachDumenil: 6,150 Hartharz; 17,968 Gerbestoff; 10,975 gerbestoffhaltigenDicksaft; 3,125 bittern Dicksaft; 62,604 Pflanzenfaser; 4692 Ueberschuss.Ollenroth fand darin: 8,0 Gerbestoff; 68 Gummi; 7,2 Extractivstoff mitsehr vieler Gallussäure verbunden; 77,4 Faserstoff; 6 Verlust; Pelletierund Caventou fanden sie bestehend aus grünlich-fettem Oel, röthlich-brauner, harziger Materie, rothem Farbestoff, gelbem, schwach bittermFarbestoff, eisengrünendem, den Brechweinstein nicht fällendem Gerbe-