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obern Seite vorzüglich dicke Narben Wärzchen haben; Hülle: aus blatt-artigen, schmalen, fast einreihigen und gleichen angedrückten Schuppen •Blüthenboden: convex, ohne Anhänge. '
Char. speciei: Achaenen: einwärts gekrümmt, weichstachli°-, dieäussern (des Strahls) zweiflügelig, nachenförmig, innen gekielt, aussenlängsfurchig und weichstachlig, die innern (der Scheibe) mehr oder we-niger cylindrisch nach dem Rande gekrümmt, innerste drüsenhaarig, gradeund taub.
Abänderungen: Es zeigen sich bei dieser gemeinen GartenpflanzeAbänderungen der Blumenfarbe, welche vom Citronengelben bis ins dun-kel Pomeranzengelbe spielt, so wie eine Füllung der Blumenköpfe, indemalle Kronen bandförmig werden und ein Sprossen derselben, indem neueKöpfchen aus den Achseln der Hüllblätter hervortreten.
Synonyme: Calendula ofhcinalis L. und aller Autoren. — Deut-sche: Gemeine Ringel-, Gold- und Dotterblume u. s. w.
Vaterland: Auf Brachäkern im südlichen Europa, Spanien, SiciJienu. s. w„ in Deutschland in Gärten verwildert. Blüht in der letzten Hälftedes Sommers. ^
Beschreibung: Ein jähriges, 1—1£ F. hohes, kurz- fast weich-haa-riges Gewächs, mit weisslicher, meist einfacher, spindelförmiger Wurzel;Stengel: ästig, rund, gefurcht; Aeste: aufrecht, unter spitzem Winkel;Blätter: sitzend, wechselnd, umgekehrt-eirund, oder lanzettlich-spathel-förmig, mit verschmälerter, unten fast herzförmiger Basis, undeutlich ge-zähneltem Rande, spitz, fast gleich grün auf beiden Seiten, die obern klei-ner, schmaler, spitzer; Blüthenköpfchen: einzeln, endständig auf demStengel und den Aesten, geöffnet 1£ Z. im Durchmesser: Hüllblätt-chen: linealisch-lanzettlich, spitz, bis 20 u. mehr, grün. Randblüm-chen, 3zähnig, an der Basis etwas behaart; Scheibenblümchen: an derBasis etwas drüsenhaarig; Saamenblätter: spathelig.
Off.: Calendulae herba. — Praep. Extractum Calenduhe. DasKraut vor dem Aufbrechen der Blumen gesammelt und getrocknet, frisch,von eigentümlichem nicht angenehmem Geruch und bitterm, etwas schärf-lichem Geschmack. Der Extract wird aus der frischen blühenden Pflanzeangefertigt.
Verwechslungen: Sehr ähnlich ist die C. ofhcinalis der CaJ. arven-sis, welche in vielen Gegenden Deutschlands unter dem Getreide wildwächst, aber diese C. arvensis unterscheidet sich: durch linienförmige Saa-menblätter, schmalere, mehr lanzettliche Blätter; meist blassere Blumen, aufdem Rücken ungefurchte Rand-Achaenen und kahle Scheiben-Achaenen.
Chemische Beschaffenheit: Im Mai gesammelte Blätter enthaltennach Stolze: 0,023 Myricin; 0,866 grünes Pllanzenwachs; 3,008 leicht lös-lichen Extractivstoff; 0,266 Gummi; 2,066 Schleim durch Kali löslich;