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1 (1830)
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Ilaaren mehr oder weniger bedeckt. Blätter: alle wurzelständig, gestielt,fast doppelt gefiedert, die Theile einfach, oder seltner 2- und 3»heilig.Stengel erst kürzer, und wahrend des Bliihens über der Hülle hängend,'nachher länger und saamentragend, ganz grade, ohne Blätter, ausser denHüllblättern, welche sitzend tief zerschlitzt, mit linealischen, einfachen,oder wenig getheilten oder liederspaltigen Abschnitten, erst dicht unterder Blume, dann weiter entfernt vom Saamenkopf stehen. Die Blumef Z. lang, dunkel-violett, aussen seidig-zottig; Staubgefässe: ungleich,die innern länger, fast so lang als der Kelch, mit elliptischen, gedoppel-ten, aussen aufspringenden gelben Staubbeuteln und fadigen kahlen Staub-fäden. Zwischen diesen Staubgefässen einige unausge bildet, gleich ge-stielten Drüsen; Stempel: dicht zusammengedrängt, seidig -zottig, etwaslänger als die längsten Staubgefässe; Achaenien: zottig, mit langemSchwanz, der unten dichter mit langen Haaren, oben mit ganz kurzensparsamer besetzt ist.

Off.: Herba Pulsatillae. Die blühende Pflanze, im April undMai gesammelt, wird nur frisch angewandt, sie zeigt keinen Geruch, abereinen sehr beissenden Geschmack.

Verwechslungen: Eine ähnliche Art, die Anemone Pulsatilla, un-terscheidet sich: durch die fast aufrechte Blume, welche heller (blauer)gefärbt ist, deren Kelchblätter grade, nicht an der Spitze umgebogen sind,durch die etwas mehr zertheilten Blätter, deren Theile fast immer 2- und3theilig sind.

Chemische Beschaffenheit: In der Anemone pratensis ist, wie invielen ihrer Gattungs- und Familien verwandten ein scharfer flüchtigerStoff enthalten, Anemon genannt, der schon beim Zerquetschen des Krautsdie Augen zu Thränen reizt, wohl gar entzündet, durch das Trocknenund Kochen verflüchtigt er sich. Destillirt man aber das frische Krautmit Wasser in lutirten Gefässen, so setzt sich in dem Destillat das Ane-mon in langen Blättern oder in sechsseitigen Nadeln crystallisirt an, esist schwerer als Wasser, löst sich schwerer in kaltem Wasser und Alco-hol als in kochendem auf, verdampft auf heissen Blech mit scharfen Däm-pfen, die schmerzhaft stechend riechen und Thränen machen. Fest hates kaum Geschmack, geschmolzen ist es kaustisch, und bewirkt auf derZunge mehrere Tage anhaltende Fühllosigkeit, die Haut reizt und ent-zündet es, innerlich genommen wirkt es giftig.

Nutzen: Man hat dies Gewächs in manchen Augenkrankheiten,bei bösartigen Geschwüren, Flechten, auch das Anemon in sehr verdünn-tem Zustande als ein Mittel gegen Sommerflecke empfohlen, immer istgrosse Vorsicht mit diesem reizenden scharfen Mittel nöthig.

Erklärung der Kupfertafel 68. Eine blühende Pflanze, a) die Staubgefässe und