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1 (1830)
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128
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Ausschluss der nördlicheren Gegenden, und in einem Theile von Asien.Blüht im Mai._

Beschreibung: Ein massiger Baum oder starker Strauch; Holz:röthlich, fest; Rinde: der altern Aeste grau zerrissen, der Jüngern grau-lich-braun glatt, der jüngsten schwach weichhaarig; Blätter: zerstreut,gestielt, eiförmig-lanzettlich, fein kerbartig- fast doppelt gesägt, jeder Sä-gezahn mit sehr kleiner Stachelspitze, spitz, auf beiden Seiten, besondersauf der untern an den Hauptvenen und den Nerven stärker weichhaarig;Blattstiel: weichhaarig, oben gerinnt; Nebenblätter klein, linealisch, zu-gespitzt, behaart, hinfällig; Blumen: aus eigenen, seitlichen Knospen, zu1 3; gestielt; Blumenstiele: rund, weichhaarig,- Keicli: glockig, wenigbehaart und etwas drüsig, mit nicht zurückgeschlagenen, ländlichen, stum-pfen Zipfeln; Blumenblätter: weiss, kurz genagelt, etwas concav, schnellabfallend; Staubfäden: so lang als die Krone, fadig-pfriemlich, kahl.Griffel: kahl, mit endständiger, kopfiger Narbe; Frucht: meist läng-lich, auf einer Seite mit schwacher Längsfurche, mit Reif überzogen,Stein: von der Seite zusammengedrückt, mit gewölbten Seiten und scharfhervortretenden Näthen; Saamen: einzeln, lang-eiförmig, spitz, mit brau-ner äusserer Saamenhaut.

Off.: Prunorum rmlpa cruda Praep. Pulpa prunorum, depurata.Durch Einkochen der gemeinen blauen Pflaumen oder Zwetschen wirddas verkäufliche Pflaumenmus bereitet, welches in den Apotheken gerei-nigt und mit Zucker versetzt wird.

Chemische Beschaffenheit: Nach Berard enthalten die Früchtedes Pflaumenbaums ungefähr dieselben Bestandtheile als Aepfel und Bir-nen, also ausser Schleim und Zucker und Gummi nebst riechender Mate-rie, Apfelsäure und apfelsaure Salze.

Nutzen: Die Pflaumen, werden theils roh, theils frisch gekochtgenossen, aber auch gedörrt, oder zu Pflaumenmus eingekocht alsSpeise benutzt. In einigen Gegenden gewinnt man ans ihnen einenBranntwein so wie aus dem Saamen ein fettes Oel (Huile de marmotte).In der Medicin benutzen wir nur das gereinigte Mus als kühlendes ge-linde abführendes Mittel, entweder allein oder in Verbindung mit andernMitteln. Das Holz ist fest und zähe, und dient zu manchen Drechsler-und Tischlerarbeiten. Die Rinde soll Farbestoffe besitzen. Das aus denBäumen ausschwitzende Gummi kann fast wie das Gummi arabicum be-nutzt werden.

Erklärung der Kupferlafel 62. Ein blühender Zweig in nat. Gr., s) ein Theil de*

Kelchs mit den darauf befindlichen Staubgefäßen etwas vergr., b) der Stempel

ebenso, c) eine reife Frucht am Zweige, d) dieselbe längs durchgeschnitten, e) der

Stein, f) der Saamen ganz und g) längs durchgeschnitten, alles in nat. Gr.