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Chemische Beschaffenheit: Der Saft der reifen Aepfel enthältnach Berard: riechenden Stoff, Zucker, Gummi, kleberartige Materie, Ap-felsäure und äpfelsauren Kalk.
Nutzen: Allbekannt ist der Gebrauch der von den Aepfeln in derHaushaltung gemacht wird, indem sie theils roh, gekocht und getrock-net genossen werden, theils zur Bereitung des Obstweins (Cider) und desEssigs dienen. In der Medicin benutzt man sie zur Bereitung von säuerli-chen Getränken und erfrischenden Speisen, so wie zur Anfertigung desExtracti ferri pomati. Das Holz des.Baumes lässt sich zu allerlei Arbeiten be-nutzen so wie die Rinde als Färbematerial. Die Bienen gehen den Blü-
then sehr nach.
Erklärun 0- der Knpfertafel 61. Ein blühender Zweig in nat. Gr., a) der Kelch mitdem Griffel in nat. Gr., b) Staubgefässe van verschiedenen Seiten gesehen vergr., c)die Frucht ganz und d) halb durchschnitten, und e) ein Saatnen ganz, f) queerund g) längs durchgeschnitten, in nat. Gr.
Prunus domestica.
Syst. sex. Icosandria Monogynia. — Syst. nat. Rosaceae Juss. Sectio Drupaceae.
Char. gen: Kelch: unterständig, 5spaltig; Blumenkrone: 5blätt-rig, rosenartig; Staubgefässe: in grosser Anzahl, frei, kelchständig;Griffel: 1; Steinfrucht mit einem undurchlöcherten Stein dessen Nätheerhaben sind,
Char. speciei: Blätter: ei-lanzettförmig, fein sägezähnig, auf bei-den Seiten behaart, in der Knospe einwärts-gerollt; Blumen: zu 1 — 3.Abänderungen: Ausser der wilden Form mit stacheligen Aestenund Zweigen (sylvestris) und der zahmen ohne Stacheln, giebt es vonletzterer eine grosse Menge Abänderungen in Grösse Färbung und Ge-schmack der Frucht.
Synonyme: Prunus domestica L. und der Autoren, Prunus oecono-mica horckhausen. — Deutsche: gemeiner Pflaumenbaum, Ztvetschen-oder Quetschenbaum, Bauerpflaume u. s. w.-
Vaterland: In Hecken, Gebüschen und Wäldern besonders in derNähe der Dörfer und cultivirt in den Gärten von fast ganz Europa mit