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1 (1830)
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Vaterland: In torfhaltigem Boden, in offenen Mooren oder Süm-

Efen, meist in Nadelholz-Wäldern: in der ganzen nördlichen Hemisphäreis etwa zu 45 Grad N. Br. Blüht im Mai und Juni.

Beschreibung: Strauch von 2 4 Fuss Höhe mit rothbrauneroder graulicher Kinde: Zweige: doldentraubenartig zu 2 5, immer un-ter dem Blumenstände entstehend, die jungen beblättert und rothbraunoder grau-filzig; Blätter: kurz gestielt, zerstreut, linealisch, ander Spitzeund Basis etwas verschmälert, ganz, am Rande zurückgerollt, lederartig,abstehend, oben dunkelgrün, etwas runzlig, kahl mit Ausnahme der Ner-ven, welche wie der Blattstiel graufdzig, unten rostbraun-filzig; Blumen:in endständigen einfachen Doldentrauben; Blumenstiele: fadenförmig,drüsig, während des Blühens aufrecht, jeder an der Basis mit einem rost-braunen abfallenden Deck blatte, welches länglich-eiförmig, leicht filzig,stumpf, oder, besonders die untern, mit einer kürzern oder längern mehroder weniger blattartigen Spitze versehen ist; Kelch: klein mit rundli-chen stumpfen Zipfeln; Blumenblätter: weiss, umgekehrt-eirund, ausge-breitet; Staubfäden: fadenförmig, kahl, so lang als die Krone, Staubeutellänglich, ohne Anhänge, 2fächrig, jedes Fach an der Spitze durch eine rundeOetfnung aufspringend; Griffel: fadenförmig, nach oben dicker werdendmit endständiger schwach 51appiger Narbe; Kapsel: herabhängend, braundurch den stehnbleibenden Griffel stachelspitzig; Saamen; länglichblass-braun.

Off: Herba 2L,edi palustris. Die beblätterten Spitzen werden zurBlüthezeit gesammelt und getrocknet, sie sind von eigentümlichem kräf-tigem etwas betäubendem Geruch und bitterlichem etwas zusammenzie-hendem Geschmack.

Verwechslungen: Man soll die Blätter von der an gleichem Stand-orte wachsenden Andromeda poüfolia dafür gesammelt haben, sie unter-scheiden sich aber durch ihre mehr lanzettliche Form und weissliche aberkahle Unterfläche, so wie durch den Mangel des eigenthümlichen Geruchs.

Chemische Beschaffenheit: Ringel und Meissner fanden in dentrockenen Blättern, harziges Blattgrün, braungelbes Hartharz, eisengrünen-den Gerbstoff, bittern, süssen und gummigen Extractivstoff, wenig äthe-risches Oel, essigsauren und apfelsauren Kalk. Rauchfuss fand in 4 Unzendes Krauts 1 Dr. äther. Oel, 1 Dr. 13 Gr. Harz, 6 Dr. gummigen Extract,ausserdem Pflanzenfaser, AJcali, Gyps und Eisen.

Nutzen: Man hat diese Pllanze wohl als Zusatz beim Bierbrauengebraucht, um das Bier kräftiger und berauschender zu machen, aber dasie dabei schädlich narcotisch auf den Körper einwirkt, so ist dies Ver-fahren nicht zu billigen. In manchen Hautkrankheiten, Krätze, Kopfgrind,Aussatz hat man sich mit Erfolg eines stärkern oder schwächern Infusum