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1 (1830)
Entstehung
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68
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Kapsel: 4zähnig. Sa amen: schwarzbraun, fein gekörnt, fast nieren-förmig.

Off: Radix Saponariae. Der Wurzelstock gereinigt und getrock-net aufbewahrt. Geschmak des frischen anfangs milde schleimig, späterbitter scharf und kratzend, diese Bitterkeit und Schärfe verliert sich beimTrocknen

Chemische Beschaffenheit: Der eigentlich wirksame Stoff dieserWurzel ist das Saponin (Pflanzenseifenstoff, kratzender Extractivstoffnach Pfaff.) welcher braun, durchsichtig, hart und brüchig, die Feuchtig-keit d. Luft nicht merklich anziehend, von ganz eigenthümlichem auf derZunge beissendem und anhaltend im Halse kratzendem Geschmack. InWasser löst es sich leicht auf und bildet eine schwach gefärbte Flüssig-keit, welche beim Schütteln stark schäumt; auch in wässrigem Älcohol,Aether und äth. Oelen löst es sich, schäumt aber nicht. Ausserdem befin-den sich harzige, gummige und stärkemehlartige Stoffe in der Wurzel.In dem Dekokt des Krauts vor der Blüthe, hat Osborne einen in farb-losen Prismen kristallisirenden Stoff gefunden, welcher ausgezeichnet bit-ter schmeckt, weder alcalische noch saure Eigenschaften zeigt.

Nutzen: Man hat das Kraut und die Wurzeln dieser Pflanze häußgzum Waschen der Wäsche und Schaafe anempfohlen, jedoch, scheint eseben nicht angewendet zu werden. In der Medicin findet die WurzelAnwendung bei Krankheiten des lymphatischen und Gefässsystems, indemsie ähnlich der Senega, obgleich schwächer, wirkt, daher bei Scrofeln,Atrophie, Unterleibskrankheiten, Gelbsucht u. s w., besonders im Extractund in Abkochungen.

Erklärung der Kupfertafel 38- Die /Wurzel mit den untern Theilen des Stengelsund der obere blühende Theil desselben, a) der Kelch, b) ein Kronenblatt,c) Staubgejässe und Stengel, d) der Stengel allein, e) der Saamentr'dger mitdem Saamen; alles in nat, Gr., f) der Saamen in nat. Gr. und vergr'üssert.

Sal-