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1 (1830)
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Hecken; in Deutschland, Frankreich, England, Spanien und Portugal,Schweden, Westrussland, Schweiz, öberitalien und im östlichen Nord-amerika. Blüht im Juli und August.

Beschreibung: Wurzel: nach dem Alter der Pflanze von sehr ver-schiedener Dicke, senkrecht oder schief herabsteigend, lang gezogenspindelförmig, mit vielen sehr starken Wurzelfasern besonders am oberaEnde, aussen dunkelbraun, innen weisslich oder gelblich. Stengel: oftmehrere aus einer Wurzel, 2 4 F. hoch, tief gefurcht, dadurch etwaseckig, röhrig, besonders oben hin ästig. Blätter: gestielt, die aus derWurzel am grössten, eiförmig-länglich, mit schief - herzförmiger Basis,stumpf oder spitz, flach, am Rande etwas wellig und undeutlich sehrfein gekerbt. Die stengelständigen allmählig kleiner und schmaler, mitweniger herzförmiger Basis, die obersten lanzettlich, schmal, an der Ba-sis schmal verlaufend. Blattstiele: oben rinnig, unten halbrund, etwasgefurcht, an der Basis breiter fast scheidenartig erweitert. Die Blumengestielt, hängend in halbseitigen (eigentlich achselständigen) wechselndstehenden Wirtein, Trauben bildend, welche aus allen oberen Blattachselnerscheinen und so eine Art Rispe bilden. Blattentwickelung Jindet nurunten an deii Trauben statt. Blätterstiele fadenförmig, nahe über derBasis mit einem Gelenk. Blumenhüllblätter: grünlich. Fruchthüll-blätter: jedes mit einer Schwiele, welche auf dem Mittelnerven sitzt,gewöhnlich auf einem Blatt sehr stark, Zähne an der Basis an jeder Seiteje 23, mehr oder weniger in eine pfriemliche Spitze ausgehend. Achae-nium: klein, scharf 3kantig, braun und glänzend-glatt, mit ovalen aufbeiden Enden spitzen Seitenflächen. Zuweilen ist die ganze Pflanzevon kleinen dicken kurzen Härchen schärflich.

Off: Radix Lapathi acuti. Der dickere Theil der Wurzel vonden Wurzelfasern befreit, entweder ganz oder der Länge nach gespaltenwird getrocknet und aufbewahrt. Wird leicht von Insekten angefressen.Geschmack bitterlich, etwas scharf, schwach rhabarberartig; beim Kauenfärbt sich der Speichel gelb.

Verwechslungen: Die andern Rumex oder Ampfer-Arten sindkaum in der Wurzel von einander zu unterscheiden, da aber der R. ob-tusifolius sehr gemein ist, so steht nicht leicht eine Verwechslung zubefürchten, welche übrigens von keinem Nachtheil sein würde.

Chemische Beschaffenheit: Eine genaue Untersuchung dieserWurzel fehlt noch, Sie enthält wahrscheinlich eisengrünenden Gerbstoffeinen gelben Farbstoff und Schleim.

Nutzen: Die Wurzel dient in der Medicin innerlich und äusser-lich in Abkochungen gegen chronische Hautkrankheiten, Krätze, Flech-ten u. a.