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1 (1830)
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cigenthümlichen Geruch. Chacroph. sylvestre hat einen tief gefurchten Sten-gel, der, ohne Flecken, erst weichhaarig, dann scharf ist, rinnenförmige fastdreikantige Blattstiele und einen andern Geruch. Aethusa Cynapium hateinen nie gefleckten Stengel, unten stark glänzende Blätter, rinnenförmigehalbrunde Biattstielc, die fast gar nicht röhrig sind.

Chemische Beschaffenheit: Seh rader fand in 2 Pfund wilden Schierling:Schlei/w/g gunmiichtes Extract 6Q. 30 Gr., Seifenstoff (Extractivst.) 5 Q. 10 Gr.,Harz 30 Gr., Grüne Substanz 56 Gr., Eiweissstoff 50 Gr., ausserdem Was-ser, Essigsäure, schwefeis., salzs. und Salpeters. Kali, äpfels. nnd phosphors.Kalk, phosphors. Bittererde, Eisen und Mangan. Nicht darstellbar ist der.flüchtige narkotische Stoff des Schierlings, der sich zwar zum Theil mit demdarüber destillirten Wasser verbindet, grösstentheils aber von den fixen Be-standteilen zurückgehalten wird und die einzige wesentliche Verschieden-heit zwischen Schierling und Kohl nach Schraders Versuchen ausmacht. R,Brandes entdeckte einen eigentümlichen Stoff, Conicin, der den giftig-wider-lichen Geruch im höchsten Grade zeigt, in Wasser, Alcohol und Aether auf-löslich ist; doch ist darüber noch nichts genau bekannt. In der Wurzelscheint ausserdem noch ein eigener scharfer Stoff vorhanden zu sein.

Nutzen: Für den Menschen und viele Thiere ein heftiges Gift, fürandere Thiere, z. B. Ziegen, unschädlich. Durch Anwendung von Brechmittelnund darnach später gegebenen verdünnten vegetabilischen Säuren begegnetman den üblen Zufällen. In Krankheiten mancherlei Art, theils äusserlich,theils innerlich, ein wiehtiges Mittel. Bei schmerzlosen Drüsengeschwülsten,gegen Keiehhusten, Scrofeln, Verstopfungen im Unterleibe, Nervenzufälle,bei hartnäckigen Hautkrankheiten, Geschwüren, Scorbut, veralteter Syphilis,Gicht und Rheumatismus u. a. m. Die Hauptwirkung geht auf das lympha-tische System und die peripherischen Organe, aber es zeigt sich auch unmit-telbare Einwirkung auf das Gehirn und die Nerven.

Erklärung der Kupfertafel 12. Ein blühender Zweig und eins der unternBlätter nat. Gr., a. eine Blume vergr.. Keine Frucht nat. Gr., c. die-selbe vergr., d. ein Achaenium der Länge nach aufgeschnitten u. vergr.

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