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Synonyme; Amydalus communis L. und aller Autoren; die Varietätensind unter dem obigen Namen auch wohl als Arten aufgestellt worden. —
Deutsche: Mandelbaum, gemeine, süsse, bittre und Knack-Mandel.
Vaterland: Ursprünglich Nord-Africa, fast verwildert und häufig gebaut inden Weingegenden Europa's und Kleinasiens.
Beschreibung'. Wurzel holzig und ästig. Stengel, ein Baum unter Mit-telgrösse, mit abstehenden Aesten von röthlich brauner Farbe und graulicher zer-rissener Oberhaut. Blätter kurz gestielt, wechselsweise stehend, länglich lan-zettlich, zugespitzt, fein gezähnt, mit kleinen Drüsen an den untern Zähnen, ge-ädert, kahl, etwas glänzend. Blattstiele mit 2 bis 4 oder ohne Drüsen. Blü th en-stand, 1 — 2 kurz gestielte Blumen aus besondern Blüthenknospen nach denSpitzen der jungen Zweige aus den Achseln vorjähriger Blätter. Kelch mitstumpfen offenstehenden Zipfeln, abfallend. Krone weiss, oder in verschiedenenAbstufungen blass- pfirsichblüthroth, ihre Blätter kurz genagelt, mehr oder we-niger ausgerandet, dem Kelch an Länge gleich, oder länger. Staubgefasse kür-zer als die Krone, mit pfriemigen Staubfäden und gelben rundlichen zweifächrigenStaubbeuteln. Pistill, Fruchtknoten zottig, zusammengedrückt, mit einer Längs-furche auf einer schmalen Seite, Griffel von verschiedener Länge, mit einerrundlichen, seitlich ausgerandeten Narbe. Frucht, eine Steinfrucht mit zähem,trocknem, nicht essbarem Fleische, fast wolligem Ucberzuge, und einem glatten,aber etwas runzlichen, löcherigen Steine. Der Saame weiss, mit einer braunenHaut umgeben.
Off. Amygdalac — amarae et dulces. — Praep. Oleum Amygdalarum. —Aqua Amygdalarum amararum concentrata. — Syrupus Amygdalarum (emulsi-vus). — Die Kerne dürfen nicht zu alt sein, da sonst das in ihnen enthaltene Oelranzig wird, und zum Gebrauch nicht mehr tauglich ist.
Verwechshing. Das Mandelöl, welches immer frisch anzufertigen ist, wirdwohl durch Mohnsaamenöl versetzt; der schwächere Geruch nach Mandeln, dieblassere Farbe, das grössere speeifische Gewicht und das verschiedene Verhaltengegen die Metalle verrathen diese Verfälschung. Mohnsaamenöl bildet nach 24Stunden eine weissliche Wolke auf dem Blei, das Mandelöl hatte die Farbe we-nig geändert, und nur eine schwachgraue Wolke auf der Oberfläche des Bleies ge-bildet; ebenso bildete das Mohnsaamenöl nach einigen Tagen schon eine weisseHaut auf Zink, Mandelöl erst nach 14 Tagen.
Chemische Beschaffenheit. Durch das Auspressen der zerstossenen Kerneerhält man das fette Mandelöl, welches lichtgelb, flüssig, von mildem und ange-nehmen Geschmack und schwachem Mandelgeruch ist. Spec. Gen. 0,911. Bei ei-ner künstlichen Kälte von OF. erhält es erst nach einiger Zeit die Consistenz einesFetts; es wird leicht ranzig. Von Schwefeläther und leichtem Salzäther wird es