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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
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114
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ne daß es die Kranken merken, ganze Glieder oder Stücke derselbigen ab; zuweilen hangen sie nocheine Zelt lang an einigen Fasern von Sehnen oder Bändern. So entgehen die Kranken ihrem gänz-lichen Tode und schleppen ihren verstümmelten Körper noch einige Monathe oder auch Jahre herumbesonders, wenn sie kein äußerliches Mittel gebrauchen. Viele sterben aber doch noch viel eher. *).

Ungeachtet alles dessen, was bisher über die Schädlichkeit des Kornbrandes und seiner verwand-ten Abarten beobachtet worden, so wird doch derselbe, nach neuern Medizinischen Berichten des ll.Froriep nicht nur in Nordamerika vom I). Libd^ in Neujork, sondern selbst in Englandals Arzneymiltel bei langsamen Geburten von mangelnder Thätigkeil der Gebährmuller ange-wendet. Er wird in einem Aufguß gegeben. Ein Quintl (äraclim») mit Z bis 4 Unzen kochen-de» Wassers »F Minuten lang infundirt ist die gewöhnliche Dosts. Sollte nach einer halben Stun-de sich keine Wehe einstellen/ so wird sie wiederholt.

Die Periode, wo man ihn gibt ist, wenn der Kopf des Kindes übe, den Rande des Beckens ra-get und während der Wehen in den äußern Theilcn hervorkommt. Als ein sehr sonderbarer Umstandist bemerkt worden, daß, wo der?ootu5 eine Zeitlang abgestorben und Fckulniß eingetreten war,das Mittel ganz unwirksam ist. In keinem Falle, wo man es brauchte, ist Hömoragie eingetreten,und bei natürlichen Geburten, wo Blutsturz eintrat, ist es mit dem größten Vortheile gegeben wor-den. Außer diesem hat man mit demselben wider den Mutterkrebs hier und in den SpitälernVersuche angestellt. Wie aber der Erfolg war, ist nicht bekannt.

VNKLLN^ 0 5 5 I <ü I N ^ I. I 3.

Gemeines Eisenkraut.

Eisenherz; Eisenhart; Eisewich^ Taubenkraut; Eiscmeich: Rcichard; Katzen-blut: Hahncnkampf; Taubenlieb ! Stahlkraut. Franz. Verv«:«« owc)in»ie. Engl.

common oltloininl Vvrv^iu. Die spezifischen Merkmahle sind die fadenförmigen, rispenarligeuEndähreu und die vielfach eingeschnittenen Blatter.

Der Stengel dieser Pflanze ist ungefähr ,; Fußlang, zäh« und hart, viereckigund nur mit wenigen Zweigen besetzt. Die Bl älter sind haarig, iu vielfache Lappen zerschnitten,und stehen einander gegenüber; die obersten sind ungetheilt und epförmig. Die bläuiichrolhen Blu-men, welche im Iuly und August sich zeigen, stehen in langen, dünnen Lehren, welche Rispengleichen, an der Spitze des Stengels und seiner Zweige.

*) IN. !. 1^. l<. Nebel Oi««eil»!io äe «er»I! «ulnulu ejuzque noxiz e,pei>en!!i5, el ex^eiiivcnlll cli«.