Druckschrift 
Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
105
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Ist in Zeylon und Maladür einheimisch, und dauert nur ein Jahr.

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Gehört zur 14. Klasse-, und 2. Ordnung.

Diese für den .Orient so wichtige Pflanze ist wegen des eßbaren und ölgcbendeu Saamcnsalldort allgemein beliebt, und wird daher in Egypten, Syrien, Astrachan, und in Persien häufiggebaut, und (>Kun5cKott oder XunzcKutt genennet. Die weißlichen, markichten, süßlichen Saa-menkörucr werden, wie der Hirse und Reis, als Gemüse gekocht; man preßt abcr auch ein dickliches,weisses, klares und wohlschmeckendes Oel daraus, welch s statt der Butter an Speisen, und zumSalben als Arznev in Bädern gebraucht wirdi Ehedem wurde es auch im Handel nach Europagebracht. Zu Guiana und Caveune, wo diese Pflanze in den Garten gebauet wird, röstet man dieSaamenkörner, und speist sie mit Zuckrr und Honig.

In den orientalischen Ländern wird der Saame im April oder May reihenweise, wie bei unsdie Bohnen, in einen wohl zubereiteten Acker gelegt. Im September reift die Pflanz?: man reißtsie alsdann aus, bindet sie in Bündel und stellt sie zum Trocknen auf dem Felde hin. Nach 3 bis4 Tagen breitet man ein Tuch auf der Erde aus, und laßt den Saamen darauf fallen, weil ernicht fest in den Kapseln sitzt. Er ist bei den dortigen Bewohnern ein tägliches Lebensbedürfnis),und macht einen wichtigen Handelsartikel aus. Das Sesamöl vertritt vollkommen die Stelle desBaumöls, und hält mit ihm gleichen Preis.

Rücksichtlich seiner Cultur in Deutschland zieht man sie aus Saamen, der ins warme Mist-beet gestreunt und nach Verhältniß seine? Größe mit leichter Erde bedeckt wird; ln der ersten Kei-mungsperiod^ muß derselbe vor der heißen Mittagssonne bewahrt, und gehörig befeuchtet werden.Die PstanzcheN bleiben entweder im Saam^nbcete unversetzt stehen, oder man pflanzt sie einzeln inTöpfe, und stellt sie in Sommerfasten.

Der geruchlose Saamen enthaltet eine so große Menge Oel, daß man aus 2 Pfund dessel-ben durch das Auspressen beinahe ein halbes Psllnd von einem milden durchsichtigen, dem vonOliven nahekommenden Oel gewinnet, d>»s sich 2 bis 3 Jahre ohne ranzig zu werden, aufbewah-ren laßt.

In Persien nnd Jamaika wird der Saamen den Brühen und Kuchen als ein Gewürz beige,mischt, oder mit einem Wlinsyrup zu einem Brey gekocht. Die Arzneykraft des Oeles ist ein«wicklend, schlüpfrig machend, erweichend. Die Eavpter und Araber heilen sowohl durch den in-nerliche» als äußerlichen Stbrauch desselben verschiedene Ausschläge, die Rauhigkeit und das Iuk-len der Haut. Ferners wiid es zur Beförderung des Auswurfes beim Seitenstich und zurLinderung der Schmerzen des Magens, des Darnckanals und.der Gedahrmutler angewendet.Vieß Supplement - Band. O