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Kennzeichen des Geschlechts. Der Kelch ist vierblättrig. Hie Blumenkrone fehlt;6—8 Staubfäden, und ein seitwärts stehender Griffel mit pinselförmiger Narbe. Ein Saamemit 4 zurückgeschlagenen Grancn und holziger Rinde.
Gehört nach Linn^e's System zur 7. Klasse und ,. Ordnung.
Eine immergrünend?, ausdauerde «pflanze mit faserigen Wurzeln. Sie treibt einen fe,sten Z bis 4 Fuß hohen mit röthlichen in der Jugend weichhaarigen, im Alter glatten Zweigenbesetzten Stengel. Die wechselweis stehenden, kurz gestielten Blätter sind eyrund lanzetförmig,unten und oben zugespitzt, am Rande glatt und sehr schön grün. Am Ende der Zweig« sitzendie kleinen anfangs weissen hernach grünlichen Kelchblätter einzeln und bilden lange, schlanke, et-was Hangende Endähren. Die länglich runden von dem Kelch umschlossenen Früchte enthalten denscharfen, höchst widrigen Saamen, und öffnen sich nicht.
Man findet sie auf Jamaika, Barbados und andern amerikanischen Inseln in waldigten Tris-ten. Blüht bei uns vom Juni bis im Oktober.
Die ganze Pflanze riecht und schmeckt nach Knoblauch, und treibt wie dieser Harn uudSchweiß, vermehrt den Kreislauf des Blutes, und soll in nachlassenden sowohl als Wechselfieberngute Dienste leisten. Bei Schmerzen von hohlen Zähnen pflegt man zur Tilgung derselben ein Stück-chen der Wurzel hineinzulegen. Thiere wenn sie das Kraut fressen, riechen todt und lebendig nachKnoolauch.
Man hat von ihr auch eine Varietät welche sich durch den niedrigen Wuchs und 8 Staubfädenunterscheidet, und von dem verewigten Freiherrn von ^ncczuin in seiner Ni«tnr. «tirsiun» 5e!eet.«rnorio. 2«! angeführt wird.
Die Fortpflanzung dieses Gewächses geschieht durch den Saamen im Mistbeete, und durchStecklinge, welche im Juni ins Mistbeet oder in Töpfe gesteckt, und nach der bekannten Artbehandelt werden. Die aus dem Saamen oder auch aus Stecklinge gezogenen, hinlänglich mit Wur,zeln versehenen Pflanzen setzt man einzeln in Töpse in lockere fette Erde, und stellt sie an einenwarmen Ort, bis sie völlig bewurzelt sind, oder zu treiben anfangen. Im Sommer können sie aneinem beschützten Ott im Freien stehen; bei Annäherung des Frostes bringt man si« in die zweite Ab«lheilung eines Treibhauses.
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