> 8 0 TZ V 2 ^.
Er gehört zur 6. Klasse und 2. Ordnung des Systems. Cr wird sowohl in Cochinchinaals China und Japan auf trocknen Bergen gesäet. Durch anhaltende Überschwemmung de,) Bodens fault er, und durch Begiessung mit Meerwasser soll er ganz zu Grunde gehen. Schon Lr^»«tsagt in seinem Verzeichniß der zur Nahrung dienenden sowohl einheimischen als ausländischenPflanzen 2. Theil S. 3^6. daß der sogenannte trockne Reis (Or^il, munt^u») welcher inChina auf trocknen Boden gebauel wird, anjetzo in l^er Provinz I5I« 6« ?r»neo in Frankreichmit Vorlheil gepflanzet werde. Es ist auch die Cultur desselben in England schon im Jahre 1769vorgeschlagen worden. *)
Um den Nutzen dieser Pflanze noch mehr Verbreitung und zum Anbau derselben in Deutsch-land und besonders in den österreichischen Kaiserstaate noch mehr Aneiferuug zu geben, dürftevielleicht folgender Bericht aus den vaterländischen Blattern vom 8. DeccMb. «8^9 über dieCultur desselben hier willkommen feyn.
1. Der chinesische Bergreisbau liebt einen nicht zu schweren, festen oder fetten, sondern «ehrlockeren, schlamm-oder sandarligen Boden. —Die Körner, welche irgendwo nächst Wie» in einemstark gedüngten Boden gelegt wurden, zeigten anfänglich ein rasches und üppiges Wachsthum,hielten aber in der Folge nicht aus/ und verdarben. —
2. Bis zum Eintritt der wärmern Zeit gebrauchen die Pflanzer die Vorsicht, ihrePflanzen in Glashäusern zu hallen, dann aber sehen sie dieselben in offene, freie Erde; dieseVorsicht jedoch wird natürlich bei den schon aus einheimischer Lust und Erde erzeugten Saameuliegen den original chinesischen als Zweite Abstuffung minder nölhig seyn.
Z. Die Bauzeit soll nicht über die ersten Tage des Aprils verspätet werden.
4. Das Einweichen der Körner in Düngerjauche oder nach Art der Chinesen in Menschen-Harn dürfte zwei gute Wirkungen aus einmal hervorbringen, nühmlich ein leichteres und freieresEmporsprossen des Saamens, dann wegen des Salnilerlheil des Harns ein festeres Ausharren,und Widerstehen der jungen Pflanze gegen die Unbilden des Welters.
Z. Der Sa amen verlangt bis zu seinem Emporsprossen und um so mehr, wenn er bepornicht cingeweichet worden ist, eine reichliche Bewässerung und es scheinet, daß sein Gedeihenvon der sorgfältig consolidirlen Beförderung seiner ersten Triebe wesentlich abhängt. Später be-darf er die viele Bewässerung dann nicht mehr. Fm mittägigen China, in Cochinchina, undMadaqask^r, wo dieser Reis fast die einzige Nihrung für Millionen Menschen ist, pflanzt mandenselben unmittelbar vor dem Eintritt der periodischen Regenzeit, die mehrere Wochen dauertund worauf wieder grosse Trockne und Hlhe folgen.
») ve le iu5!>c«: «i »li« Nes«,iloi)? lor pspei« «u ^giicullul« volum. I.