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Suppl.- Bd (1822)
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IV S I. N M ü l >? I»5.

rung. Der Saft der Früchte gibt, wenn man ihn gähren läßt, ein angenehmes, WeinartigesGetränk.

Die Fortpflanzung des Pisang geschieht durch Wurzelsprossen, die nach dem Abhaueneines Stammes häufig heroorlreiben. In Europa wird er jetzt häufig in Treibhäusern gefunden,und nicht nur zur Blüthe, sondern auch zur reisen Hrucht gebracht *). Wie ich dieses in de«k. k. Hof-Garten auf der Landstraße unter der Leitung des Herrn Hofgärtners Antoine zu sehen di<Gelegenheit hatte.

Zur Erreichung dieses Zweckes muß derselbe im warmen Treibhause einen Platz erhalten, jewärmer er steht, desto besser gedeiht er. Ein lockeres, elwaS leichtes doch kräftiges Erdreich ist beiseinem Anbau eine vorzügliche Bedingniß. Im Sommer begieße man ihn oft und reichlich, im Win»tcr weniger, doch ist hierbey auf die jedesmalige Beschaffenheit des Lohbeetrs Rücksicht zu nehmen;ist das letztere noch hinreichend warm, so kann auch die Erde etwas mehr befeuchtet werden. Die Fort-pflanzung geschieht, (wie schon oben gesagt worden,) durch die aus der Wurzel hervorkommendenSprößlinge; diese werden, wenn sie bis 3 Fuß Höhe erreicht haben, und hinlänglich mit Wurzelnversehen sind, behutsam abgelöst, einzeln in Töpfe oder andere ihrer Größe angemessenen Geschirre ge-pflanzt und mit diesen in ein Lohbeele gesetzt.

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n K I. u m 6 I tt m 3 I> L c I 0 3 u N.

Prächtige Nelumbo.

^aK. 61.

Die schöne Seerose: egyptische Bohne; Indianische Seerose. Englisch.^p«i»n

denn. Franz. Nelurndu lls i'Inll« ; l'Kv« ei'^fte. l^rnpri-»e» Neiuindo 8s>ec. pi. 7Z0.

Die dauernde Wurzel dieser schönsten Art ihres Geschlechtes steckt lief im Schlamme der Seenund andern stillstehenden Gewässern in Egyplen, Indien, Persien und China; die Blattstielesind ! bis 2 Fußlang, wie ein kleiner Finger dick, gebogen und mit einzelnen duntelgrauen stach-lichen Wärzchen besetzt. Das Blatt übertrifft an Größe das von der gelben Seerose, ist schild-

»> Der erst« in Europa zur Blnthe gekommene Pisang soll sich, so viel man weiß, in dem Gartend« Prinzen Eugen zu Wien (dem sogenannte» Lelvedere) im Jahre »72? befunden haben.