Dieser prächtige palm«rtige Baum hat ein«, aufrechten, krau^artigen in viele blättrige Schei-den eingehüllten ti bis '5,Fuß und darüber hohen Stamm, welch r an seinem untern Theile 3bis in Zoll im Durchmesser dick ist, und nach seiner Spitz? zu allmählig abnimmt. Die Blättersind in dem ersten Zeiträume kapvlnförn.ig zusammengerollt, dann ausgebreitet, an beiden Seitenrückwärts geschlagen, und in die Quere parallelförmig gestreift, sie stehen wechselweise auf langen,mit einer Furch« versehenen Stielen, sind nach ihrer vollkommenen Ausbildung S bis 6 Fuß langund >^Fuß breit, lebhaft grün und glatt. Aus der Mitte derselben erhebt sich ein ziemlich dicker,nickend gebogener Blumenstengel oder Kolbe, mit sehr vielen ährenförmig-geordneten Blu-men, welche von schuppenHrtigen, eyrund länglichen, lederartigen purpurrothen Scheiden umgebenwerden; an dem obern Theile derselben sitzen männliche, unten aber weibliche Zwitterblumenron gelblicher Farbe, welche 5 bis 8 Zoll lange, anfänglich g üne, bey ihrer vollkommenen Reift abergelbe, wohlschmeckende den gemeinen Gurken ähnliche Flüchte zurücklaßen.
Sein Vaterland ist Ostindien und die heißen Himmelsstriche von Afrika. Er blüht dort dasganze Jahr hindurch und trägt Flüchte.
Nach Wildenow gehört er zur 23. Klasse, und >. Ordnung.
Der Pisang ist jetzt fast über alle Theile der wärmeren Kreise unsers Erdballes verbreitet. Manlultioiil ihn in allen Provinzen des festen Landes von Ostindien, s, wie aus den Inseln des Süd-meers , in China, im Mittlern Asien, «»Afrika, und im südlichen Amerika. Zur völligen Ausbil-dung der Pisangfrucht sind > 5 Jahre erforderlich; alsdann stirbt der Stamm gewöhnlich ab. Derberühmte Pflanzen forsch er Rump^ (der sich durch längere Zeit in dem Vaterlande dieses vor-trefflichen Gewächses aufgehallen hat,) erwähnt unter ,7 Sorten Pisangs vorzüglich 2, nämlich ?i-«»nß - lVIsäji oder Tafelpisang und ?i«»nß.K»äjn oder Königspisang, welche letztere roh genoßcnzu den größten Leckereyen gehöret.
In den wärmern Ländern unserer Erde gehört diese Pflanze zu den größten Wohllhaten dergöttlichen Vorsehung, viele tausend Menschen nähren sich fast täglich von dieser lieblichen und gesun-den Frucht, die darum so schätzbar ist, weil man sie das ganz« Jahr hindurch ohne vieler Mühe ha-ben k.mn.
Außer der Früchte werden auch noch andere Theile dieses Gewächses benutzt. Die Blätterwerden von den Bewohnern der Tropischen Gegenden statt der Tischtücher und Servietten; dannzum Einwickeln statt d.s Papiers und der Leinwand gebraucht. In manchen Gegenden deckt mandie Häuser damit. Aus dem Stamme läßt sich eine Art Flachs zubereiten, die ganze Pflanzegibt den Menschen kübl.nden Schatten, und dient in allen ihren Theilen den Elephanlen zur Nah»
Vieh VuVpl«menl ° Band.