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Suppl.- Bd (1822)
Entstehung
Seite
56
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hohen Mittage des Sommers mit weitläufig geflochtenen Rohrdecken bedecket werden. Die Pflanze zehrt bei ihrem schnellen Triebe ziemlich stark, am allermeisten, wenn sie Bulben ansetzt undentwickelt, deßhalb muß sie in dieser Perlode mit Feuchtigkeit gut unterhalten werde».

Diese höchst wunderbare Pflanze wurde erst vor ungefähr Zo Jahren in Europa und zwarzuerst in England und endlich in Deutschland bekannt. D. Pohl lieferte die erste Nachricht vonihr. Hr. D. Schwarz gab eine charakterische Beschreibung von ihr, und Hr. Neuen Hahnbeschrieb sie im 5. Stück der Annalen der Gärtnerei sehr ausführlich.

Gummitragendcs Heilklaut.

Kennzeichen des Geschlechts. Die allgemeine Hülle ist hinfällig, die Blumenkroneungleich, eingebogen, ausgerandet; die am Rande stehenden Blümchen strahlend und aborti-rend. Der Saamen elliptisch, blattartig, zusammengedrückt, mit einem schmalen häutigen Ran«de, und 4 bis H Streifen.

Kennzeichen der Art. Die Wurzel ist spilldelsirmiq, fleischig, weiß, an der Spitze getheilt,zweijährig, der Stengel Z Fuß hoch, ästig, aufrecht, an der Basis ungefähr i Zoll dick, tiefge-surcht, mit zerstreutstehenden Haaren besetzt; die Zweige ausgebreitet, gegenüberstehend. DieWurzelblälter sind eine Spanne lang, herzförmig, dreilappig, gezähnt, unten filzig, dieBlattstiele rund, rinnenförmig ausgehöhlt, gefurcht; die Blätter des Stengels fast herz«förmig, Z bis 4 Zoll lang, gezähnt, und stehen einander gegenüber aus Stielen, die an der Ba-sis bauchig scheidenartig und am Rande blattartig geflügelt find. Die Blumendolde ist sehrgroß, am Gipfel der Pflanze stehend, oielstrahlig. Die gemeinschaftliche Hülle besieht aus 6bis 7 oder mehreren linien ° llwzetsörmigen abfallenden Blättchen; die besondere Hülle oiel-blckltrig, fast bleibend. Die Blümchen weiß, die am Rande der Dolde sünfblättrig ungleich;der Saamen ist länglich und liefert ein Guwmiammoniccum, daher der Name der Spezies.

Sein Vaterland sott Lybien, und die Wüste Barba in Afrika in der Gegend des Jupiter-Amman Tempels seyn. Im botanischen Garten zu Berlin wird sie im Glashause überwintert. DieBlüthezeit ist Juni und Juli.