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Erstere zeigt.sich an dem großen Blättchen, und ist auffallend von der Bewegung der klei-ner« oder Seilend lältchen oelschieden. Jenes bewegt sich nur am Tage, und richtet fich da-bei nach den verschiedenen Graden des Lichts und der Dunkelheit. Des Nachts senkt es sich mitdem Hauptstiele herab, und die ganze Pflanze scheint alsdann im Zustande des Schlafes sichzu befinden. Sobald die Morgendämmerung anbricht, erhebt es sich mit dem Stiele allmählig,bis es um Mitlag den höchsten Grad der Höhe erreicht hat. Jetzt bemerkt man nicht nur an demBlatt« selbst, sondlrn oft auch an der ganze Pflanze eine zitternde Bewegung. Nachmittagssenkt es sich mit dem Stiele wiederum eben so herab, bis die einbrechende Dunkelheit Stillstandgebiethet. Die sogenannte (««eigentlich) willkührliche Bewegung der kleinen Seitenblättchen,dauert das ganze Leben der Pflanze hindurch, Tag und Nacht fort. Sie bicthet ein viel in<tcressanteres Pbönomen dar, das weder vom Reize d.s Lichtes, noch von irgend einem bekanntenäußern Reize abhangt, und in einem wechselweisen Aussteig?« und Fallen besteht. Eins von denBlättchen hebt sich nämlich langsam nach Innen g gen den Blattstiel in die Höhe, und legtsich mit der Spitze und der inner« oder ober« Fläche an den Stiel und an das größereBlckttchen an. Wann dieses geschehen ist, sängt das gegeiiübesstehende Blaltchen an zu sin-ken, und fällt mit der innern ober obern Fläche nach außen gekehrt so lange, bis seine äußered. i. unlere Fläche fich ganz an der untern Seite des Sti<les angelegt hat. Hierauf sängt daserst gestiegene Blatt wieder an zu fallen, und macht dieselbe Bewegung, und so geht dieses wech-selweise unaufhörlich fort. Der Zeitraum, in welchem diese wechselweise Bewegung geschieht, istverschieden. Da diese sogenannte willkührliche Bewegung de, kleinen Seitenblättchen auchdes Nachts fortdauert, wann die ganze Pflanze im Schlaf versunken ist; s« gewährt dieß einenganz sonderbaren, uu« sehr interessanten Anblick. Daß übrigens die un willkührliche Bewe-gung durch den Reiz des Lichts, zumahl von der Sonne verursacht wird, sieht man daraus, daßsich die Blattstiele mit dem Blatte senken, so bald am Mittage eine dunkle Wolke die Sonneverbirgt, oder das Zimmer verfinstert wird.
Diese äußerst merkwürdige Pflanze kann in Deutschlands Gärten nur aus Saamen wel»cher im Frühjahr an einem wurmen Orte ausgcsaet wird, gezogen werden. Nach Hrn. Hofgärl-ner Dietrich in Weimar müssen die Saamen in Töpfe geleget w«rden, in welchen diePflanzen bis zur Fruchtreife hinlängliche Nahrung haben. Diese stillt man an einen dem Va,terlande der Pflanze angemessenen Ort, an welchem sie bis zur Saamenreife stehen bleibe« kön-nen, und gibt dem keimenden Saamen sowohl, als den erwachsenen Pflanzen in heißen Ta.gen Schatten; denn so wohlthätig di« Wärme den Pflanzen ist, so dürften ihnen doch die heis-sen Sonnenstrahlen, besonders in einem Treibkasten, und wenn sie den Fenstern zu nahe stehennachlheilig «erden. Daher müßen die Fenster, unter welchen diese jungen Pflanzen stehen, im