«er Gersilnihl« mit langen Grannen; die Nälglein führen gemeiniglich nur «inen Saa.«en in gutem Erdreich, jedoch auch zwei, seltner drei. Das schwärzliche Mehl gibt ein schlich,<es, nicht wohlschmeckendes Brot-, daher benutzt man die Körner mehr zu Graupen, zu Stärke,Bier und Branntwein.
Polnischer Weizen.
1aK. 887-Der große roggenartige Weizen; wallachisches Staudenkorn; Gomer- oder
GUMer. Engl. ?oli»r» ^Kt>»t. Kranz. ?iomenr üv ruloßli«.
I'. le^iszilnum. ^Inli. in nov. cumm. ^ovtt. 5. t. 1. l. 16.
^. m»)u« ^o«Aic»i-t5 Qr««u. ^Vlcili« Iiist. Z. 5ect. g> t. 1. s. 8.
Mit bauchigen, rtwas schärfen, dachziegelsörmigen, gegrannlen, vierblumigen Aerchen,wovon aber die 2 obern Blümchen oft unftuchtbar sind, und ungleichen, ausseihalb gestanztenKro nenblättcrn.
Auch von diesen Weizen werden die Halme 4—6 Fuß und darüber hoch, doch muß derSaame weitläufiger ausgesäet werden. Die Aehre hat eine der Roagenähre ähnliche Gestall,ist 6—9 Zoll lang, und liefert nach meinen Beobachtungen 23—40, zuweilen auch mehrere oderweiigere dünnschalige, längliche, durchsichtige, fast hornarlige Sa amen, welche, nebst denKern« und Kronen blättern doppelt größer sind als beim gemeinen Weizen, aber in Hin-sicht der Güte des Mchles diese« nachstehen. Man behandelt den polnischen Weizen ebenfalls«ls Winter« und Sommerfrucht. Im erster« Falle wird er im September ausgesäet, und reiftalsl>a«n im Iuly des folgenden Jahres, als Sommerfrucht säet man denselben im März in gutbearbeiteten Miltelboden. Da er, wenn er im Frühlinge ausgesäet wird, nicht immer den gehö-rigen Grad der Reife erlangt, besonders in rauhen Klimaten, und wenn die Witterung nichtgünstig ist, so geben einige Oetonomen mit Recht der Wintersaat den Vorzug.
Das Vaterland dieses Weizens ist noch nicht genau bekannt, so viel aber ist g^wiß, daßer zuerst in den südlichen Provinzen von Pohlen gebaut wurde, und daher seinen Namen erhal-ten hat. Einige Schriftsteller nennen ihn auch Astrakanischcs Korn, und manche Oekonomenasiatischen langährigen Weizen. Es ist daher zu vermuthen, daß er wie die meisten Gelreidcar-len, ursprünglich im Morgenlande zu Hause gehört.
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