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Hnebriahriger 5 bis 6 Fuß hober Strauch, der, s» vicl man weiß, bloß in China und Japanwild ««gettossen wild. El ist von unten auf mit Aesten beseht, die sich wieder in viele klei-nere 3 weiss« verbreiten. Die Blatte» sitzen auf kurzen Stielen wechselsweise an denZweigen» sind elliptisch, glatt, vorn etwas abgestumpft, stumpf gezähnt und ohne Blaltan»satze. Ans den Nlattwinkeln tleiben im Frühlinge dit rechlich weißen Blüthen hervor,welche dem äußern Ansehen nach einer einfachen wilden Rose gleichen. Sie haben 6 Blumen«lronblätter, und dieß ist das Gattungslennzeichen, wodurch man den braunen Thee am si-chersten von dem grünen unterscheidet. Nach der Blüthe folgt eine runde Saamenkavsel,«ovon nicht allemal Z sondern öfters nur 2 beisammen sitzen, weil die dritte nicht immer ausge-bildet wird. Zur Zeit der Reife gleichen sie an Größe und Gestalt unfern Schlehen, und haben«in dünnes, schwarzes Fleisch, das fast nur in Hant besteht und übel schmeckt. Jede Kapsel«nthäll 3 jFächer, in deren jedem eine harte runde Nuß, mit ihren Kern liegt. Wenn sieüberreif ist, springt die Kapsel von selbst auf, und die Saame n fallen heraus. Letztere die-nen nicht aNein zur Fortpflanzung des Strauchs, sondern liefern auch ein Oel, welches die in-dustriösen Chinese» zu benutzen wissen.
Die ersten Pflanzen dieser Gattung brachte der schwedische Schiffskapitän Karl GustavGliders den Ilen Oktober ^765 nach Europa. Er säete bei seiner Rückkehr aus China auflinnse's Rath die Saamen auf dem Schiffe in schicklichen Gefäßen; sie leimten unterwegs,und bei seine» Ankunft übergab er die jungen Pflanzen dem Ritter Linnee zu Upsala zur »ei?lern Erziehung. Dort zierte nun der Theestrauch lange den Garten der Akademie, stand imSommer in freier Luft, und wurde im Winter in einem Glashause erhalten. Nachher wußt«nsich die Engländer und Franzosen den Strauch ebenfalls zu verschaffen, und jetzt hat man ihnin Berlin, in Dresden, zu Hohenheim und an andern Orten, jedoch bloß der Seltenheit wegen.Manche Gärtner mögen indeß statt des wahren Theestrauches einen ähnlichen vorzeigen.
Da dieses Gewächs nicht bloß im warmem China, sondern auch in den nördlicher« Gegen-den unter andern bei Pekink u:?ler dem Hosten Grad wild angetroffen werten soll, wo es doch inChina d.er Höhe wegen im Winter friert; so steht zu erwarten, daß der Theestrauch auch bei unsvielleicht im Freien aushalten werde, wenn man sich Mühe gibt, ihn zu vermehren und »u ge,wohnen. Wirklich hat er. Nachrichten zu Folge, den strengen Winte» »784 m dem Würtembergi«schen Garte» H»henheim in freie» Lust überstanden, wenn es anders «in wirklicher Theestrauch