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Dieses Slaudengejwach's,Mal eine ftübenähnliche, viele Jahre dauernde Wurzel,aus welcher im Frühjahr 8 bis 10 Fuß hohe, ziemlich starke, aufgerichtete Stengel treiben,die sich in scharrige Aeste verbreiten. Letztere sind mit ziemlich großen, vorn spitzig zulaufenden,am Grunde abgerundeten, bisweilen wellenförmigen, am Rande glatten Blättern besetzt.Vom Iulp an bis in den Herbst treiben aus den, den Blättern entgegengesetzten Seiten der Aestedie langen, ausrecht stehenden, rölhlichen Blumenähren, welche fast immer 10 Staubge»säße enthalten, da diese Zahl bei mehreren andern Gattungen nicht statt findet, obgleich manletztere von diesem Geschlechte anderer Ähnlichkeiten wegen nicht trennen kann. Die Beeren,welche diese Blüthen hinterlassen, sind rund, plattgedrückt, Anfangs grün, reifend röthlich undzuletzt schwarz. Sie enthalten einen schönen purpurrothtn Saft, der zwar eine vortreffliche, abernicht dauerhafte Farbe enthält. Ehemals färbte man in Portugal Weine damit, welches abernachher vom Könige untersagt wurde. Man findet diese Phytolacke in Nordamerika, namentlichin Virginien, aber auch in Helvelien wild.
Bei uns und in noch nördlicher« Gegenden, dauert sie sehr gut im Freien aus, und dienthie und da zur Zierde. In Nordamerika und auf Jamaika genießt man die jungen Stengel-sprossen, wenn sie aus der Erde hervorkommen, gekocht, wie Spargel, und die noch jungen Blät-ter, wie Spinat.
Kalm aß dergleichen, und empfand darnach keine üble Wirkung. Es ist indeß doch derGenuß nicht anzulachen; denn die ausgewachsenen Blätter zeigen offenbar, daß die Pflanzegiftig sep. Der Saft aus der Wurzel dient in Amerika als Purgiermittel; auch will manmit einem Brei der Wurzel, alte Geschwüre geheilt haben. Der aus den Blättern gepreßte unddurch Sonnenhitze eingedickte Saft ist, äußerlich aufgelegt, als ein bewährtes Mittel wider krebs-artige Schäden gerühmt worden. Die Beeren werden in Amerika von Kindern und Vögeln ohnesichtbaren Nachtheil genossen. Zwei Quentchen ihres Saftes erregten bei einem Hunde leicht vor-übergehende Zuckungen.
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Fettkraut.
Kennzeichen der Gattung: Ein zweilippigcr, zweispaltiger Kelch, eine rachenförmige, ge-spornte Krone, zwei Staubfäden und ein Griffel. Der Saamenbehälter ist ein-fachrig, vielsaamig.
Nach Linuse gehört es in die 2. Klasse vinnäri» und >. Ordnung. Ben den «Gattungen wird eine hier angemerkt.