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gestalteten Blattern besetzt sind. Die Hauptblume erscheint allezeit an der Spitze des Haupt,stengels, und ist bei weiten die größte.
Wenn die Pflanze Raum genug hat, und auf guten Boden steht, so beträgt ihr durch-messe» i Fuß und drüber. Der Hauplfarbe nach ist diese liesenmäßige Blume, welche indeß ausvielen Blümchen besteht, schön goldgelb, bald Heller, bald höher, manche sal".,, ins Schwe-felgelbe. Bei einer Sorte sind die R andbl ümchen, oder drr Strahl völlig so gefärbt, wie dieScheibe; eine andere dagegen trägt eine tief gelbbraune, fast schwärzliche Scheibe, und diese Artist der Zierde wegen die schönste. Indeß ist ihr Saame nicht so nutzbar, wie der von der SpielartMit gelber Scheibe. Dieser wird gemeiniglich größer in seinen Körnern; die Schaalen desselbensind etwas dünner, und haben den schwarzen Ueberzug nicht, den die andere Sorte an ihren Saa-menkörnern führt, und der sich zum Nachlheil des Hels in Flüssigkeiten sehr leicht aufisßt,und diese schwarz oder oiolet färbt. In ihrem Vaterland« wird die gemeine Sonnenblume«,»io Ellen hoch, und zeigt überhaupt einen viel üppigem Wuchs. Sie liebt einen lockern, frucht-baren, nicht trocknen Boden, verlangt viel Wärme, und ist gegen die Frostkälte sehr empfindlich,daher sie auch in den Nachtfrösten unseres Septembers gänzlich erfriert.
Bisher pflanzte man die gemeine Sonnenblume nur als Zierde, ihrer Schönheitwegen. Sie verdient aber wirklich mehr Aufmerksamkeit. Der Saame enthält ein weißcs ange-nehm mandelarlig schmeckendes, sehr ölreiches Mark, welches viele Vögel, besonders die Meisen,sehr begierig fressen. Das Oel daraus schmeckt so gut wie Baumöl, und man kann es an Salatenund andern Speisen gebrauchen. Die geschälten Kerne dienen sehr gut statt Mandeln in Back-werken. Auch gibt man den Saamen den Hühnern, und sie werden sehr fett davon, aber dasFleisch bekömmt einen bittern Geschmack.
Die Blumen des Strahls färben schön gelb, und könnten vielleicht als Pigmentbenutzt werden, wenn man weitere Versuche damit anstellte. Die grünen Blätter geben, ander Luft getrocknet und zerschnitten, eine Masse, die man statt des Tabacks rauchen kann, unddem Geschmack« nach wohl besser, und auch gesünder ist, als der giftige beitzende Ranchtaback.Die Stengel liefern endlich, in holzarmen Gegenden, ein treffliches Brennmaterial. Sie bren-nen zwar schnell weg, machen aber eine so helle Flamme, daß sie dadurch viel Hitze geben.
Die Kultur der Sonnenblume ist übrigens die leichtest?. Man thul am besten, denSaamen, der 4 bis 5 Ichre keimbar bleibt, am snde des Märzmonaths oder im Anfangedcs Aprill auf ein gut gegrabenes Beet zu säen, und dann die Pflanzen, wenn die beidenSaamcnblä tter ausgewachsen sind, 4 F"ß weit auseinander, auf ein gedüngtes und wohl,gegrabenes Stück Land zu sehen. In den Zwischenräumen kann man Kohlrüben oder ähnlicheGewächse anbringen. Die Pflanzen gedeihen am besten, wenn sie sich rechr auebreiten können,
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