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n) Die Vnanaserdbeer, mit aufrechlstehenden, weißgrünlichen, und nur an derSonnenseite etwas löthlichen Flüchten. Man findet sie von i Zoll Lange und ,/2 im Durch.Messer. Ihr Geruch und Geschmack sind vortrefflich; allein sie pflegt nicht reichlich zutragen.
d) Die gemeine Gartenerdbeere. Sie wird 1/2 Fuß hoch und darüber; ihreBlätter sind dunkelgrün und ziemlich groß; die Früchte, deren sie sehr viele bringt, erlan-gen bisweilen im guten Lande die Größe einer kleinen Flaume und schmecken lieblich.
0) Die stets blühend« Erdbeere, immerwährende oder Monatserdbeere.Sie tragt kleine, der wilden Erdbeere an Größe ähnliche aber längere Früchte von ange-nehmen Geschmack; fängt mit der gemeinen Erdbeere an zu blühen, und fährt damit bis in denspäten Herbst fort; eben so lange trägt sie Früchte, deren Zahl jedoch nicht groß ist. DenBlättern und dem Ganzen nach gleicht sie der wilden Erdbeere.
6) Die oirginische Erdbeere, mit fcharlachrothen, eyför«igen, zugespitzten Früch»ten, welche einen weinsäuerlichen angenehmen Geschmack haben, und sehr früh reifen.
e) Die sogenannte Knöchelsbcere, welche in Thüringen häufig gezogen wird, und dieBechstein für eine besondere Gattung hält, hat dicht mit Haaren besehte Blätter undFruchtstiele und eine Frucht, die nur aus den Sonnenseiten rolh wird, sehr gut schmeckt,und von den Kelchblättern eingeschlossen wird. Man trifft sie mit kleinen Früchten auchwild unter den gemeinen Erdbeeren an.
Bei der Erziehung der Erdbeeren in Gärten hat man darauf zu sehen, daß die ein,mal gepslanztcn Stöcke nicht länger als Z bis 4 Jahre stehen bleiben, »eil sie sonst nicht nurschlechte, sondern auch wenige Flüchte bringen. Sollen sie den alten Platz wieder einnehmen,welches jtdoch nicht so gut ist, so muß man entweder einen Theil der Erde fortschaffen und durcheinen andern ersetzen, oder tief umgraben und düngen. Ueberhaupt wählt man guten lockern, fet-ten Boden für dieses Gewächs. Fe mehr Luft und Sonne sie haben, desto bessere Früchte bringensie. Zum Verpflanzen wählt man keine alten, sondern junge Sticke, denen man nichts von ihrenWurzeln nimmt. Am besten ists, die Erdbeeren im Herbst zu verpflanzen, weil sie dannden folgenden Sommer schon mehrere Früchte bringen. Die gewöhnliche und beste Vermehrung ge-schieht durch Wurzelsprossen.
Die Erdbeeren geben eine ungemein wohl schmeckende Leckerei. Sie sind auch sehr ge-sund, und befördernden Stuhl- und Harnabgang. In Menge genossen haben sie Lungensucht,Melancholie und Podagra geheilt und den Nierengrics abgeführt. Durch ihlen Genuß verlieren sichauch die steinigten Uneinigkeiten der Zähne. Dagegen erregen sie bei schwachen Mägen Durchfälleund Karlhar.
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