Druckschrift 
5 (1817) Bryonia - Cucubalus
Entstehung
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85
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co^^öl. ^ l7 I, l7 H.

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Turpith winde.

Turpith : Franz. I.« turdilir. Engl. I'I,« «cjUk,re.ztl,IKcl Liriäwee^. Eine in der Wur<zel ausdauernde Pflanze, welche aus Ceilon, der Küste Malabar, in Surata und andernTheilen Ostindiens an feuchten schattichten Orten, z. B. an Wassergräben wild wächst.Die frische Wurzel ist mehrere Fuß lang, daumensdick, gewunden, ästig, äusserlich braunund im Innern mit einem dicken gelblichen Milchsafte angefüllt, welcher durch gemachte Ritzenvon selbst ausfließt, und an der Luft zu einem Harze verhärtet. Die Stengel sind un«terwärts holzig, oben in Zweige getheilt und grünlich, dabey sehr lang, dünne, entweder aufder Erde kriechend oder an Bäumen sich hinauf schlingend, gewunden und der Lange nachmit 4 Hau ligen Flügeln besetzt. Die ebenfalls geflügelte!! Blattstiele tragen wei-che, wollichte, herzförmige, gewinkelte Blätter. Die vieldlü thigen Blu«menstiele, welche ungeflügelt sind, entspringen nahe an den Enden der Zweige. Jeder trägt2 bis 3 oder mehrere schnleweisse Blumen, welche der Form und Größe nach mit denBlumen unscrer Zaunwinde übereinkommen. Die runde Sa amen kapsel enthält viele e?-kichte schwarze Sa amen, wodurch sich diese Winde fortpflanzen laßt. In unfern Gewächs«häufelndenn im Freien dauert sie nicht, blühtt diese Pflanze im Iunn und Iulp. Die arabischen3rzte führten die Wurzel der Turpithwinde zuerst in der Medicin ei», und seitdem findet man sie in den Apotheken getrocknet. Sie kommt in Fingerlangen, rundlichen,graubraunen, sehr harten, sireisigen, schwer zu zerbrechlichen Stücken zu uns. Ihr Geschmack istAnfangs süßlich, hinterher aber schärflich und eckclbaft; Geruch hat sie gar nicht.

Oft bringt man nur die Rinde zum Ha.,del. Die Menge des Harzes, worauf bep dieserWurzel die mcdicinischen Kräfte beruh.'« , ist sihr verschieden.

Wenn sie gut und echt ist, enthält sie den drepzehnten bis achten Thcil ihres Gewichts anHarz. Sie wird aber gar zu oft mit andern Wurzeln, namentlich mit der von der aarga-uischen Thapsie verfälscht. Der Name Turv i th, den man auch T urbeth, und Turpitschreibt, scheint auS dem Arabischen abzustammen. Aoicenna schreibt Terbadt und andereAraber nennen sie Turbcdt.

Man hat sie lange Zeit in Zusammensetzungen, selten allein, als Purgirwitlel gebraucht,und glaubte, daß sie mehr als andere Purganzen den Schleimund das Wasser obsühre. Nächst