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Kartoffeln verwechselt werden. Die Pflanze, wovon sie kommen, ist einjährig und eine GattungWinde. Sie rankt und windet sich an nahestehenden Stöcken und Zweigen in die Höhe, oderkriecht an der Erde'fort, hat meistens große dunkelgrüne, herzsörnlige, bisweilen spondonsörmigeund in verschiedenen Lappen gclheilte Blätter, einen rauhen Stengel, und Blüthcn vonweißer oft auch ins Violette spielende Farben, sonst ganz den Blülhen unsrer,wilden Windegleich. S. Winde, dieSaamenkapsel wird vcrmuthlich ebenfalls denen von andern Winde-gattungen gleichen. Sie erscheint bei uns vielleicht nie, und selbst, wie man sagt, in derHeimaht dieses Gewächses nur selten.
Die Bata ten gehören ursprünglich in die Länder, die innerhalb der Wendekreise liegen;loch bauet man sie auch ausserhalb der heißen Crdgegend bis zum 40 Grade nördlicher Breite. InOst-und Wcstindicn pflanzten die Landesbewohner schon längst Bataten, und nährten sich einengroßen Theil des Jahrs davon. Nunmehr haben die Europäer das Gewächs auch ^iach Afrika,durch das ganze übrige Amerika , wo ihr Wachsthum nur irgend vom Klima begünstigt wird, undselbst nach Portugal und Spanien verpflanzt. Auf den Inseln des stillen Oceans fand man auchBataten, die von den bekannten etwas abweichen.
So wie bey unfern Kartosselpstanzen die Knollen der Wurzeln der eßbare Theil sind;so ist es auch bey der Batatenwinde. Die Größe der Knollen ist gleichfalls verschieden;ihre Gestalt, ist länglich!; in der Mitte find sie dick und an beiden Enden spitzig ; der Länge nachlaufen einige Furchen oder Vertiefungen ziemlich unregelmäßig auf der Oberfläche hin, die von ver-schiedener, doch mchrentheils rölhlicher Farbe ist. Der Geschmack soll nach Vieler Zeugniß bei wei-tem angenehmer seyn, als von Kartoffeln; ja es wird sogar behauptet, daß kein ähnlichesWurzelgewachs darin den Bataten gleich käme. Sie schmecken süß und sehr lieblich; sie kom-men gesottenen Kastanien gleich, haben aber nicht das Trockene und Mtbliche, und sind so zart, dußfie ans der Zunge zerfallen. Die größten , die man auf den Sandwichsinseln findet, wiegen ,2 bis14 Pfund. In den Ländern, wo diese wohlthätige Pflanze wild angetroffen wird, pflanzen sie dieEinwohner ihres großen Nutzens wegen auch an. Dies geschieht nach Beschaffenheit des Bodens undKlimas nicht immer nach einerley Methode. Innerhalb des heißen Erdstrichs, wo es nie friert,dauert die Pflanze vermöge derKn ollen in der Erde mehrere Jahre fort; und der Anbau hat aufgehörigen Boden gar keine Schwierigkeit. Man läßt einen Theil der Wurzel liegen; diese vermeh-ren sich wie die Erdäpfel, von Jahr zu Fahr, und man nimmt immer so viel davon heraus alsman braucht. Ganz anders ist die Behandlung in Eldgcgmden, wo die Kaste im Winter nichterlaubt die Knollen liegen zu lassin. Es kömmt dieß Gewächs im Sommer über auch gut fort,aber um die Knollen vor der Kälte zu bewahren, hat man mehrere Mittel vorgeschloKen, dieauch zum Theil der Erwartung entsprechen. In den südlichen Thrilen von Nordamerika belegt maneinen etwas erhabenen, troknen Platz mit Nadeln von Schwarzholz, darauf häuft man eine beliebige