Druckschrift 
5 (1817) Bryonia - Cucubalus
Entstehung
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61
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Giftiger Wasserschierling.

Giftiger Wütherich; Wasserwütherich: Wehdendunk- Wüthschicrling. Schweb.

ßf,i»ußrc»t. Russ. OluvZ. Franz. L» oieutl,ir« n«^u«ti^u«. Engl. ?K« commou v/»terI,«miocK. <ü. viic,A» Schkuhr. bolan. Handb. t.71. Eine der gefährlichsten unterden einheimischen Giftpflanzen. Die Wurzel ist ausdauernd und besteht ii, einem großen,rübenartigen Knollen mit größer« und kleinern Fasern, ist äusscrlich gelblich weiß, mitringförmigen Runzeln umgeben und im Winter zwischen denselben mit kleinen Grübchenversehen. Die Ringe oder Runzeln sind Reste von vorher hier befindlichen Wurzel-blättern, die Grübchen erheben sich im Frühjahr und werden unterwärts Wurzelfasern,oberwckrts aber junge Sprossen. Uiberhaupt nimmt die Wurzel zu verschiedenen Iahrszeitcn ei-ne verschiedene Gestalt an. Da sie nicht fest im Boden eingewurzelt ist, sondern an den sumpfigen,morigten, mit Binsen überzogenen See- und Teichufern nur ganz locker und halb im Wasserhangt, so wird sie nachdem das Kraut im Herbst abgestorben und weggesault ist, und auch dieFasern sich zum Theil verlieren, sehr oft vom Wasser ausgerissen, und weggeschwemmt. Inwen-dig hat sie ein eigenes Ansehen. Wenn man sie durchschneidet, so findet man ihre Substanzziemlich weich, markicht wie Sellerie , weiß, und gleichsam durch Scheidewände ringsum in Fä-chern abgetheilt. Bald nach dem Durchschneiden dringt ein goldgelber fast orangenfarbner Saftaus den Abtheilungen hervor, der sich besonders im Frühjahr stark zeiget, im Sommer aberund im Herbst viel, schwacher ist. Cr schmeckt anfangs süßlich, dann aber scharf, und die gan,ze Wurzel riecht wie Pasternack, nur dabey etwas eckelhaft und widrig. Im Frühjahr treibtdie Pflanze zuerst einige Wurzelblälter auf langen, runden, inwendig hohlen, stumpfen undgeränderten Stielen, die sich unten in eine Wurzel umgebende Haut verbreiten. Die Blätter selbstsind zusammengesetzt'gefiedert. Nachher erhebt sich ein 2 bis Z Fußhoher, runder, glatter Sten-gel, der unten dick, weiß und roth gestreift, oben aber grünlich, dabey hohl und mit Knotenversehen ist, worauf die Zweige entspringen, und woran die Stengelblätler sitzen, die zwarkleiner, aber sonst wie die Wurzelblatter gebildet sind. Bcyde haben Lanzetförmige, sckge«artig gezähnte zu 3 beysammensitzende Blättchcn. Im August erscheint am Ende des Sten-gels und seiner Zweige die weisse Blüthendolde den Bla tlern gerade gegen über.