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5 (1817) Bryonia - Cucubalus
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18
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eschlechls wcrden nach der Erndte so behandelt, wie der

stengel männlichen und »eiblichenFlachs.

Das Rösten hat den Zweck, die zum'Spinnen tauglichen Fasern, welche auf dem holzigenTheil des Stengels unter einer Haut sitzen, und durch ein Gummiharz verbunden ist, los zu->fen. Röstet man den Hanf im Wasser, so löst sich das Gummi auf, und gcrälh in Währung,dadurch wird nun zwar der Zusammenhang der Fasern aufgehoben; allein das im Wasser unauf-lösliche Harz bleibt noch sitzen, und gibt den Fasern eine schmutzige Farbe, verursacht auch beimVerarbeiten derselben einen beschwerlichen, der Gesundheit nachtheiligen Staub.

Die Chemie lehrt uns ein Mittel das Harz aus dem Hanf zu schaffen, welches in dem fe-sten Alkali der Soda oder Pottasche, »der in der Seife, oder dem aus der Nsche von guten frischenHolze erhaltenem Laugcnwasftr besteht. Im allgemeinen verfährt man also: mit » Pfund Pottascheund eben so viel ungelöschte« Kall werden 20^» Pinten Vrunnen-Fluß- oder Regenwasser alkalisirt.Statt der Pottasche kann man auch 6 Pfund gute Holzasche, aber dazu i >/2 Pfund Kalk nehmen.In dilsem alkalisitten Wasser laßt man den Hanf 4 Tage liegen, und spühlt ihn dann M t reinemWasser ab. Die Voltbeile dieser Röstung vor der im bloßen Wasser, sind sehr groß. Der Hanfbekömmt auf diese Art eine weißere Farbe, läßt sich besser spinnen und bleichen, und schadet durchden Harzstaub der Brust der Hechler nicht so sehr. Die übrige Behandlung ist wie bei dem Flachse.Dieser hat vor jenem den Vorzug, daß er sich leichter und feiner spinnen läßt: dagegen mißrälhaber auch der Hanf nicht so leicht, und die daraus verfertigten Thaue, Seile und Gewebe sind be-sonders in der Nasse und Feuchtigkeit viel dauerhafter, als die vom Flachse. Es wird jährlich, ins-besondere für das Schiffswcsen zu Segeln, Thauen, Seilen, Stricken, Netze», Sack, und Pack-lüchern und andern Sachen eine ungeheure Menge Hans verarbeitet. Die nordischen Reiche, Preu-ßen, Polen, und Rußland versehen beinahe ganz Europa mit Hanf. Den Saamen fressen alle fin-kenarllge Vögel. In Polen und Rußland genießen ihn auch Menschen. Das daraus gepreßte Oeldient zum Brennen, auch wohl statt des Baumöls zu Speisen. In Italien bedienen sich vornehmeWeiber der leichlern Stengel zu Spazierstöcken. Die Morgenlander bereiten aus dem Kraute ei»berauschendes und einschläferndes Mittel, welches sie Maslach nennen. Die Saamen dienen inden Apotheken noch hie und da zu beruhigenden Emulsionen in verschiedenen Krankheiten.

c ^ ? ? ^ K 1 3.

K a p p e r.

Kennzeichen der Gattung. Die Vlume hat einen lederartigen, vierblältrigen Kelch,und eine oierblätlrigc Krone; viele lange Staubfaden sind im Blumenboden eingefügt;