55
.^^"5^50» t 0-^. '
ä^nami», und zur l. Ordnung (^tuncisz'Lrtul». Per foon und Wildenow haben 3 Ar,ten angeführet. ' ? .
z5 N l' 0 ^ l c H 0 ^ ^ I c I ^ ^ I. I 3.
G e m e i n e B e t o u i e n.
OssizineUe Bttonien:.Batteme; Batenike: Batunge.: Zehrkraut: Wiesenbeto.nien: Pfaffenblumlein; braune Betonten. Engl, v/ouä e«ta^. Franz. L^toin»
olkicilinl«, —Lotllnic» purpure». Lnul,. pin. «Z^. Die Wurzel ist ausdauernd, faserig. DerStange! wird i bis 2 Fuß hoch, steht ausrecht, ist einfache piereckig, rauh,.und mit eini»gen paarweis gegenüber stehende Blättern beseht, und die Gestalt der länglicht herzförmi»gen Würzelblattern haben, aber nicht so lang gestielt find, sie sind am Rande gekerbt,auf der Unter fläche blaß., oben dunkelgrün, und mit kurzen Härchen bekleidet. Die pur«purröthlichen Blumen bilden eine unterbrochene Aehre. Blüht im Juno und Iulp.
Man sehe die Z,9-Tafel.
Sie wohnt auf trocknen Wieftnhügeln unter, Büschen, auch an Wegen und Zinnen. Es.gibt von ihr auch eine Abänderung mit wcissen Blumen. Das Kraut und die Blumen warenehemals in den Apotheken eingeführt. Man machte eine Konserve, einen Syrup, und ein desiillir-tes Wasser von ihr. Die ältern Aerzte hielten auf die Kräfte der Bclonien ein großes Stück.Anton Musa, des Kaisers August Leib-Medicus hat einen besonder» Traktat davon geschrie-ben, und Plinius will sogar im 3. Capilel des «F. Buches mit großer Leichtgläubigkeit ver-sichern, dasjenigeHa us, in »vel-ch «m dieBeto-nien gefunden würden, sey vorallen bösen Krankheiten sicher. Daher mögen wohl die Italiener daö Sprüchwort«ingeführet haben: V«nä« I» ruuio» « cornpr» I» betunic«,. Man soll den Rock von Leibeverkaufen, und sich Betonien dafür anschaffen!!! — Die Blätter schmecken bitterlich, etwas sal-zig, und riechen gewürzhaft. Die Wurzel ist bitter und ekelhaft, treibt frisch genommen, stark auf denStAhl; trocken erregt ste Uebelkeit und Erbrechen 2)4. Das Kraut inMilch gekocht soll für dasRindvieh bep Entzündung der Eingeweide ein gutes Arznepmittel ftpn. Die Blumen geben den
«4) Sich« Murrap Vorr. li. S. 245