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doch zur Fütterung der Pferde gar keinen Saamen liefert, weil er zu zeitig abfällt. Es nimmtoft so überhand, daß man kaum die Aussaal in schlechter Beschaffenheit wieder erndtet, oderFrucht« und Flughaber zu Saamen abhauen, und Heu daraus zu machen genöthigct ist. Wor-aus erhellet, wie nötbig es sey mit Ernst auf die Vertilgung desselben zu denken, und alle Mit-tel hiezu anzuwenden, unter welchen daS erste und sicherste das oben angeführte Ausraufen undAusheben desselben ist, 20)
Wenn er auf einem Acker zu sehr überhandgenommen hat. daß man denselben durch Aus-lacken und andere Mittcl nicht ausrotten kann, so rächen einige, daß man den Acker mit pere-nirenden Futterpflanzen besäen, und einige Jahre als Wiese benutzen soll; wenn der Wildha,fer nach einer solchen Behandlung im ersten Jahre ehe die Samen zur Reise gelangen, mitabgehauen wird, so muß die Vermehrung und Fortpfiazung nach und nach zu Ende gehen;denn da die Wurzel nur ein Fahr dauert, so hat man nicht zu befürchten, daß die Halmenvom neuem aus derselben hervorgehen. Obschon die Pflanze den Gelreidfeldcrn überhaupt sehrschädlich ist, so ist sie doch im frischen Zustande dem Rindvieh eine sehr nützliche Futterpflanze,»s fressen sie auch die Lämmer sehr gern.
Die Grannen dieser Haferart find ausserdem auch natürliche Hygroskope, welche voll-kommen die Dienste der gewöhnlichen von Darmsaiten verrichten. Wenn man zu dem Ende einesolche ziemlich rechlwinklich gebogene Granne, in dem Punkte wo sie in der Spelze angewach-sen ist, abbricht, und mit dem dicken Ende senkrecht auf einem Vrelchen befestiget, so stellet dieunterste Hälfte die Saite, die oberste den Zeiger des Hygroskops vor, welcher, Hey jeder Ver-änderung der Feuchtigkeit und Trockenheit der Lust sich vor oder rückwärts und zugleich aufoder unterwärts drehet, folglich mit der Spitze eine Schraubenlinie beschreibt. Da aber diese Be-wegung nicht wohl erlaubet zu beobachten, um wie viel sich die Granne auf oder zu drehe,so ist es beßer, die besagte obere Halste in dem Gelenke abzubrechen, und anstatt derselben ei-nen leichten Weiser von Fischbein, Hörn oder Papier mit Siegella? unter einem rechten Win,kcl an die abgebrochene Granne aüzutitten, worauf man um die senkrechtstehende Granne «inenKreis beschreibet, dcnlelben in willkürliche Theile ablheilt, und alles in einer zum freien Durch-zuge der Lust durchbrochenen Büchse verwahret, deren Umfang selbst die Stelle des Kreisesvertretten kann.
,H', Man lese I. C, D «2chreber's Beschreibung der Geiser 1. Tbl. S. >»H'