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zendgrün, fünfnervig, die mittelsten länger als die ober« und untersten, die Spitzen hangenmeistens abwärts. Die Blattscheide ist glatt, dunkelgrün und mit einer hervorragendenRückenrippe versehen, die unterste ist auch bisweilen mit einzelnen weichen'Haaren bekleidet,die Aehrchen hangen an wenigen theils absatzweise, lheils.an einzelen einfachen, schwachen gekrümm-ten Stielen von sehr ungleicher Länge. Sie bestehen aus 3 Blüthen, welche sich beim Auf»blühen mäßig von einanderthun; die Grannen an den beiden Seitenähren sind gegen einenund einen halben Zoll lang, an der mittelsten Mlüthe aber, welche an sich kleiner als die an-dern ist, vill kürzer. Der reiseSaa m e löst sich leicht von den anklebenden Bälg lein, undfällt beo der geringsten Bewegung heraus. 19)
Man sehe die 324. Tafel.
Er blüht im Iu'sy und Juli), und wächst auf Aeckern'unter dem Getreide, besondersauf Wicken- und Haderfeldern, wo er ein lastiges Unkraut der Sommerfelder ist. Er soll ur-sprünglich aus Italien zu uns gekommen seyn.
Die Forlpflanzung dieses schädlichen Unkrautes (von welchem schon Virgilius sogt; ln>l«Iix loiiurn «t «tt>riii« «iominklntur »v««««.) geschieht durch den Sa amen» welchereher als das Getreide reif wird, und noch vor der Erndte ausfällt; durch seine steifen Haareund Grannen wird er bcy der geringsten Bewegung fortgetriebcn, und aufs nachtheiligste aus«gestreu.t. In einem schweren thonigten Boden zeigt er sich bey weitem nicht so häufig, alsin lockeren Erdarten.
Unter allen den vorgeschlagenen Mitteln, die Vermehrung des Windhafers in den Ge-treidefeldern zu mindern, ist das Ausraufen sammt der Wurzel das sicherste, und zwar imFrühjahre, wenn die Halme und Blätter etwa einen Fuß hoch gewachsen sind^denn in diesemZeiträume find sie schon höher, als daS Sommergetreide, z. B. Hafer, Gersie u. a. m. und un,terscheidet sich von letztern durch die größern dunkelgrünen Blätter, welche an den Spitzenmehr oder^weniger abwärts gebogen sind. Das Ausziehen der Pflanzen muß in der Jugend ge-schehen, ehe die Rispen zum Vorschein kommen: denn wenn man dieses Geschäft erst'in der Zeit,wenn sich die Rispen zeigen, unternehmen wollte, so würde man mehrere nahestehende Gersten,oder echte Hafcrpflanzen mit ausheben, oder letztere beschädigen, und im Wachsthum hindern. Esist dieses Gewächs eine wahre Pest der Aecker zu nenne«, denn der hauptsächlichste Schaden denes verursacht, besteht darin«, daß es sich stark vermehrt; und wegen der auseinderfallendenHalme vielen Raum einnimmt, die gute Saal verdrängt, das Erdreich sehr aussaugt, und
19) Man lese Mauckeni Beschreibung und Abbildung iu seinen in Leipzig <8«!, erschienenen Gras-büchlein.