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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
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291
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vollkommen ähnlich, lang, kaum eines kleinen O.uerffngers breit, glatt, grasgrün, vonaußen etwas rundlich, an der innern Fläche mehr ausgehöhlt, am Ende stumpf zugespitzt.Die sesBl umenge wachs, eines der schönsten und schätzbarsten, das in keinemwohlcmgerichceten Blumengarten vermißt werden soll, war lange eine sehr theure Seltenheit,ist aber gegenwärtig unter den Blumenliebhabern ziemlich gemein und nickt hoher imPrei«se, als andere Blumenzwiebeln. Die schöne, gleichsam glühende, purpurrothe FarbederBlume sieht, wenn die Sonne daraufscheint, wie vergoldet aus; oder sieglänzt so präch-tig wie Samnetmit Bcokac-Boden, dergestallt, daß keine bekannte Blume in der Weltmit dieser an Glanz und Schönheit verglichen werden kann. Noch ist diese Blume merk»würdig, weilder Ritter l i nne, im Jahre 1742 den 2z. April mit Vorzeigung und Er-klärung derselben, zum erstenmal seine botanischen Vorlesungen in dem upsalschen Gartenanfieng. Gewöhnlich tragen die Zwiebeln mittlerer Größe nur eine Blume; größereZwiebeln aber blühen in einem Jahre oft zwey bis drcym.i!, und sie sind daben an keinebestimmte Jahreszeit gebunden; sogar hat mau die Erfahrung gemacht, daß sie, wennsie bcy guten Kräften sind, vom März bis zum Anfange des Septembers Blumen trei-ben. Daben ist zu bemerken, daß, wie ich schon oben ganz kurz erinnerte, der Blu,meusckaft immer abwechselnd auf der Seite der Zwiebeln heraus kommt: so daß, wenndie Blume, die auf der einen Seite der Zwiebel heraus gewachsen war, verwelkt unoabgeblüht ist, dann an der andern Seite der Zwiebel wieder ein anderer Blumenschaftzum Vorschein kommt. Zu große, vollkommen ausgewachsene Blumenzwiebeln hingegen,treiben seilen Blumen, sondern sie zertheilen sich in mehrere kleine Zwiebeln oder Brüten,die keine Blunun mehr tragen.

Gewöhnlich pflanzt man diese Amn-yllis durch die sangen Zwiebeln oder Setzlin-ge fort, die jährlich von der Mutterzwiebel abgenommm weiden. Die beste Zeit zu die,fem Geschäfte ist das Ende des Sommers: nchmlich um die Mitte des Septembers, be-vor noch die Herbstfröste eintreten hebt man die Zwiebeln aus der Erde, legt sie an einentrocknen Ort, um die Blätter vollends abwelken zu lassen, alsdann schneidet man dietrocknen Blätter und die Wurzel hinweg, reiniget die Zwiebeln von aller anklebenden Er-be, und bewahret sie, bis zum künftigen Gebrauch, in einem trockenen und mäßig war-men Gemache oder in einem Glashause auf. Das Wiedereinlegen der Zwiebeln in dieErde geschieht nun bald früher bald später, je nachdem man das Blumentragen derselbenfrüher oder später erzwecken will. Im ersten Fal le kann man die Zwiebeln schon im Au-gust ausheben und zertheilen, damit sie, nachdem sie durch vierzehn Tage oder drey Wo-chen abgetrocknet sind, wieder eingelegt werden, und noch vor dem Hereinbrechen desW'N'ters einwurzeln können; woben man aber sorgfältig Acht haben muß, daß die Wurzelfafern an dem untern Theile der Zwiebel nicht abgerissen werden. Man setzt sie sodann inmittelmäßig große Töpfe, in eine leichte, nicht zu fette und auch nicht zu magere Erde,

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