Druckschrift 
3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
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- sehen ist, und nach abwärts mehrere weiße Wurzelfasern von sich Hiebt. DerBsumen?sch a ft kommt an der Seite der Zwiebel heraus, immer nur ein einziger; er est rundlich,an den Seiten etwas eckig, glatt, grünröthlich, ganz ohne Blatter, ackt Zoll und darü-ber hoch. Der Schaft endiget sich mit der länglichen, rothlichen und spitzigen B !u m e n-sch e i d e, welche nach unten zu geöffnet, und etwas langer als der Blumenstiel ist. DerBlumenstiel selbst aber kommt ans der genannten Oeffnung der Scheide, und ist bey 2Zoll lang; unmittelbar auf ihm ruht der grüne, eytunde, 4 Z tinien lange Frucht,knoten, auf welchem dann erst die Blume ruht. Die Blumenkrone hängt mit ihrem,nach einer Seite umgebogenen Stengel, nach unterwärts; sie ist groß und prächtig, be-steht aus 6 schön hochpurpurrothen, z4 Zoll langen, lanzettförmigen Blumenblättern,welche an ihrem untern Ende, wo sie am Stiele aufsitzen, gelb gefärbt erscheinen Sämmt-liche Blumenblätter sind gleichsam in zwey Reihen gestellt, drey davon stehen nach auf-wärts, und die andern drey nach abwärts; die drey untern sind größer, als die ober»,alle aber an ihrem obern Theil, gegen die Spitze zu, breiter, und an der innern Fläche«nit einem kleinen rauhen Streife, der das Blumenblatt, ehe es sich ausbreitet, zusam«men hielt, bezeichnet; an ihrem untern Ende, wo sie am Fruchtknoten aufsitzen, habensie einige schwarze, durchsichtige Streifen auf einem hellen gelben Grunde. Das obersteBlumenblatt steht gerade nach aufwärts, und beugt sich halbzirkelförmig zurück; die zweyobern Seitenblätter beugen sich auf eben die Art, jedes nach seiner Seite; die drey un-tern sind abwärts gebogen, und rollen sich gegen den Stengel zu, gleichsam in eine Röhrezusammen, breiten sich aber an ihren andern Enden wieder fächerförmig aus. Innerhalbder drey untern, abwärts stehenden Blumenblätter sieht mc>n am Grunde, da wo dieBefruchtungswerkzeuge aufsitzen, eben so viele grüne Schuppen, oder kleine Er-habenheiten, als Staubfäoen vorha,ldcn si'ld, nehmlich 6 an der Zahl, aus dem Frucht-knoten entspringen, die das Honigbehältniß bilden. Die Staubfäden und der Etaubweggehen gemeinschaftlich durch die röhrenförmige Krümmung der untern Blumenblätter, siesind ebenfalls nach abwärts gebogen , und ragen, obschon sie nicht viel langer als die Blu-menblätter sind, indem sich diese etwas zurückbeugen, über dieselben hervor. Uebrigenssind die Staubfäden dunkelrothbraun; die Staubbeutel gegen 2 linien lang, an ihrenbeyden Enden etwas umgebogen, und liegen mit der Mitte chres Körpers auf den Endender Staubfäden auf. Der Stanbweg ist fadenförmig, purpurfarbig, länger als dieStaubfäden, an seinem Ende umgebogen; die Narbe an demselben ist kurz, dreymal ge-spalten, und die Enden dieser Einschnitte sind kopfformig verdickt. DasSaamengehäusebesteht, wie wir schon oben hörten, aus drey Fächern, in denen viele rundlicke Saamen»körner enthalten sind. Die Blätter erscheinen erst dann, nachdem die Blume schon ver,blüht ist; sie kommen alle unmittelbar aus der Zwiebel, sind den Blättern der Narcisse