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weißen Fasern zusammengesetzt, von vieljähriger Dauer. Die Wurzelblätter sind lang,sckmal, glatt, gespitzt, am Rande scharf, an der untern Fläche weich. Die Halmesind bis anderthalb Ellen lang, aufrecht, rund, dünn, glatt, weich und saftig, von pur-purrörhlicher oder blaßgruner Farbe; sie haben drey oder vier Knoten, welche glatt an»zufiihlen sind» Das oberste Gelenk ist sehe lang, und an einem jeden Knoten steht eineinzelnes langes, breites, gestreiftes, rauhes, saftiges und schönes Blatt, das den,selben mit seinem untern Ende ziemlich weit hinauf umgiebc. Die Blüthenkolben, welchegewöhnlich im Anfange des Mayes zum Vorschein kommen, sind schön silberweiß, mitdunklern Streifen geziert, an vier Zoll lang, gerade, walzenförmig, in Gestalt einerAehre, aus kleinen, dicht an einander stehenden BlumenbüsiHeln, die aus ganz kurzen.Stielen stehen, und den Haupcstiel völlig decken, zusammengesetzt. Bisweilen geschiehtes auch, daß ein Kolbe in ihrer Mitte auswächst, sich zercistelt, und so aus mehrerenkleinen Kolben besteht, wovon die zwey untersten die längsten, die andern aber stufen«weise kurzer sind. Die Blumen selbst sind purpurröchlich, ihre Bä/gchen mir emerfeinen Wolle besetzt, die Spelzen der Blumen zugespitzt, am Grunde nur einer Granneversehen, welche an einer Seite von den daran sich befindenden steifen unv sehr kurzenBorsten scharf anzufühlen ist. Die Sa amen werden im Iunius, not: vor der ei-gentlichen Heuernte reif; sie sind grau von Farbe, glänzend, und lassen sich, wenn sievollkommen reif geworden, leicht abstreifen. Der Gesckmack dieser Grasart ist, selbstnoch nach dem Trocknen, schleimig, süßlich und angenehm.
Diese Grasart ist im frischen Zustande eines der vorzüglichsten Futter kräu-ter, und auch getrocknet verdienet sie alle Wertschätzung. In Gegenden, die einen be-sonders guten Wieseuwachsthum haben, macht der Wiesensuchsschwanz einen sehr beträcht-lichen Aneheil des Heues aus, und man muß gestehen, daß überhaupt jedes Heu um soviel nahrhafter und besser ist, je starker der Antheil ist, der sich von dieser Grasart dar-unter befindet. — Der Wiesenfuchsschwanz kommt schon sehr zeitig im Frühlinge zumVorschein, hat einen starken Trieb, macht ansehnliche Stöcke, und ist, als Futterkrautbetrachtet, wie alle übrigen Grasarten nur dann am kräftigsten, wenn es zur Blüchezeitgehauen wird; inzwischen da er sehr schnell wachst, so kann er in einem Jahre wohl drey-mahl gehauen werden, und giebt immer einsehr brauchbares Futter, das seinen ange-nehmen süßen Geschmack nicht so leicht verliert, und auch stärker als alle andern Futter-gröser ins Gewicht fällt. In de» nördlich«» Gegenden Europas wird dieses vortrefflicheFutterkraut auch noch deswegen besonders geschätzt, weil es von dem Grasmäher(PKalZena ßramliliz Q.) der den Wiesen sonst sehr nachteilig ist, und die übrigen Gras-arten mehr oder weniger auffrißt, nicht angegriffen wird; sein Anbau könnte daher in Ge-genden, wo sich viele Grasraupen eingenistet haben, allerdings mit Nutzen betrieben wer-ben. E« anderer wichtiger Vortheil, den uns der Anbau, dieser Grasart verschafft, ist,