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3 (1806) Acanthus - Amygdalus
Entstehung
Seite
262
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^, selber«, wenn sie gepssüget werden, die Knoblauckzwiebeln so häufig, daß sie ,'n Men,

„ ge aufgelesen, und zur Einsaat, wo man es aut findet, untergeackert werden können. "Auch gegen die Rindviehpest scheint der Weinlauch gute Dienste zu leisten; denn in einemöffentlichen Blatte «°> heißt es: daß seit ,740. imMeklenburgischen das Nindviel)sterben mehr,mablen allgemein gewesen sey, und fast alles crepirt wäre, nur no<5 nie auf den Güternund Oertern, auf deren Viehweiden, wilder Knoblauch oder Ackerlauch gefunden wor-den. Endlich wollen auch viele behaupten, daß die ihres vortrefflichen Gesckmacks we-cken berühmten leipziger tercken, diesen Vorzug dem Genuße des wilden Knoblauchszu verdanken hätten. Bey dem Hornviehs, das davon frießt, bekommt die Milch einenKü.blauchsgeruch. ^

^Ql^Il^lVl VIVI?^^V!Vl, lebendig gebährende Zwiebel. Es scheint von denBo'5nikern nock ni6)t ausgemackt zu seyn, ob sie bloß als eine V irietät derS 0 m mer ^ w i e-bel (Milium (!epÄ), oder aber als eine eisene Art anjusehen ist. Da mir aber dasledere mehr wahrstbeinlich zu seyn dünkt, so habe ich sie hier allein aufgestellt, und über»lcsse es Eystematikern ihren botanischen Charakter anzugeben, ihr ihren eigentlichen Platzanzuweisen, und so den Streit zu entscheivcn. — Hr. Walter 2») macht ihrer unterdem Namen: jungentragende Zwiebel (<üepa vivipara) Erwähnung; bey Ker,ner ") kommt sie unter obenstehendem Namen vor; und sonst ist sie auch hier und daunter der Benennung: egyptische Zwiebel-Z) bekannt. — Man sehe die 261.Tafel.

Die Wurzelbolle ist der spanischen rochen Zwiebel äußerlich beynahe ganzÄhnlich; sie hat eine gelbrothe äußere Haut, unv erreicht schon in einem Sommer dieGros« der spanischen Zwiebel, ihr Geschmack ist süßlich, sehr anaenebm, ihr Geruchsiichtig, zwicbelartig nickt widerlich. Das Besondere aber, worinn sie sich von allenSclten der Zwiebeln unterscheidet, besieht darin, daß sie, wie der Kiwblauch und an<de^e cer schon beschriebenen lauckarlen oben am Gipfel ihres mittelsten Stengels, derlen den übrigen Zwicbelsorten Biüthen und Saamen trägt, anstatt dieser mehrere, inein Büsche! vereinigte, junge kleine Zwiebeln, von denen die größten etwas größer, alstie welscken Nüsse sind, ansetzt. Aus der Mitte dieser Zwiebelkrone kommt aberma! > ocheir,er oder auch etliche Stengel , die aber kaum den vierren Theil so dick sind, als derH.uipcsiengel, und an deren Gipfel wieder ein Büschel junger Zwiebeln zum Vorscheinkommt. Dieser Ansatz wird oft zum drittenmahl wiederholt. Nebst diesen Zwiebelbru-

-") Rclc!sanje!»zer; Cctha a. d. I. lZoi. 2. Band, I^ro. 28t. Seit. 36^9.2>) Anleitung .mr Gartenkunst, Seit. 359.«2) Abbildungen aller ctonomischen Gewachse, 6. Band, lab. Zog.°Z) Rcimsan^iger; Getha a. d. I. »804. 2. Ba»i>, l^o. 2,09. Seit. 2/40. — Ebeud.Jahrgang l8«5. «.Band, ^u. 220. Seit. 2787^